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Rheintaler, 10. August 2012, 15:18 Uhr

Der Meinungsumschwung Kerim Freis

Kerim Frei entscheidet sich gegen die Schweiz und für die Türkei. Zoom

Kerim Frei entscheidet sich gegen die Schweiz und für die Türkei. (Bild: Imago)

Kerim Frei wird in Zukunft für die türkische Fussball-Auswahl spielen. Der 18-jährige frühere Schweizer Junioren-Internationale steht im Aufgebot für das Testspiel gegen Österreich am 15. August in Wien.


(si)

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat sich mit dem überraschenden Wechsel des jungen Offensivspielers abgefunden. Vor einigen Tagen wurde das Übertrittsgesuch eingereicht, nachdem Kerim Frei, der in der letzten Saison in der Premier League für Fulham zu sechzehn Einsätzen gekommen war, dieses schriftlich angefordert hatte.

Noch im Mai hatte Frei dem U-21-Nationalcoach Pierluigi Tami versichert, er werde auch in Zukunft für die Schweiz spielen. Er sollte schon in naher Zukunft sein Debüt für die A-Nationalmannschaft geben. In den Ferien in der Türkei änderte der Teenager offenbar seine Meinung und reagierte daraufhin nicht mehr auf die wiederholten Kontaktversuche von Tami und Ottmar Hitzfeld.

Gegenüber dem Technischen Direktor des SFV, Peter Knäbel, bestätigte er dann aber seine Wechselabsichten. Beim SFV will man nicht darüber spekulieren, wie der Meinungsumschwung zustande gekommen ist. Man habe das Möglichste getan, um den Spieler in den eigenen Reihen zu halten. Nur Zahlungen irgendwelcher Art seien nie in Frage gekommen.

Für den Verband ist Kerim Freis Verhalten eine Enttäuschung. In den letzten Jahren und nachdem sich Mladen Petric, Ivan Rakitiv oder Zdravko Kuzmanovic gegen die Schweizer Nationalmannschaft entschieden hatten, konnte der SFV diverse Nachwuchsspieler mit Migrationshintergrund an sich binden, etwa Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka oder Nassim Ben Khalifa.

Dass der eine oder andere vom SFV ausgebildete Doppelbürger sich gegen die Schweiz entscheidet, ist nicht zu verhindern. Andere Verbände kämpfen mit den gleichen Problemen. Im letzten Aufgebot der türkischen Auswahl stehen neben Frei zwei weitere Spieler, die in der Juniorenzeit für ein anderes Team gespielt haben. Ömer Toprak wurde mit der deutschen U-19-Auswahl genauso Europameister wie Mevlüt Erding mit der französischen U-17-Equipe.



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Leser-Kommentare:
5 Beiträge
keyraz (10. August 2012, 18:28)
Schade

Ein Besuch in der Türkei und die Schwiiiz schon in der Vergangenheit geraten,schade:(((

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vesche (10. August 2012, 22:56)
Büro Keser

Der türkische Verband hat in Deutschland ein Büro welches sich nur um solche Spieler kümmert. Es wird von Erdal Keser geleitet und kämpft mit allen Mitteln. Kerim Frei sollte sich mal schämen. Der Schweizer Verband hat soviel für ihn getan. Sollen er und seine Familie bitte künftig in der Türkei leben.

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Freistoss (11. August 2012, 08:32)
Fehler im System

Warum ein nationaler Verband in solchen Fällen keine Ausbildungsentschädigung verlangen kann, ist schwer nachvollziehbar !? Verbände die in den Nachwuchs investieren sind zuwenig abgesichert.Für welche Nation ein Doppelbürger spielen will ist seine Sache, doch sollte zumindest die Ausbildung zulasten des "klauenden" Verbands gehen. Ein Reglement diesbezüglich ist längst überfällig.Weil aber viele Nationen von der professionellen Nachwuchsarbeit weniger Länder profitieren,ist das Bedürfnis nach klaren Regeln in der FIFA/UEFA klar in der Minderheit.

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AHA57 (13. August 2012, 10:47)
@Freistoss

Ja ja, diese Systemfehler! Wiviel muss die Schweiz an Deutschland für die Ausbildung von Trainer Hitzfeld? Frei hat auch die letzte Ausbildung in Deutschland bekommen und Shaquiri? Wie sieht es mit dem aus? Der bekommt jetzt den internationalen Schliff in München und die Schweiz zahlt, oder wie?

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stan (13. August 2012, 11:34)
Besser nichts schreiben als Fehlinformationen

Hitzfeld wurde als Tainer in der Schweiz ausgebildet und ging nach den Erfolgen mit Aarau und GC nach Deutschland.Frei ging zuerst nach Frankreich und dann als gestandener Profi zum BVB,er spielt(e) in der CH-Nati.Für die Ausbildung von Shaqiri hat Basel eine tolle Entschädigung erhalten, er spielt in der CH-Nati.Diese Länder betreiben eine grossen Aufwand in der Nachwuchsförderung und schliessen davon auch Jugendliche nicht aus,welche von ihrer Herkunft her auch in einem anderen Verband spielen könnten (Bravo!).In deinem Text AHA57 stimmt somit nichts.Freistoss hat recht,dieses Problem (Ausbildungsentschädigung) müsste von der FIFA geregelt werden.Aber die hat mit ihrem Strippenzieher Sepp B. kein Interesse,da die finanziell schwachen Verbände davon profitieren und diese auch Sepp B's Wiederwähler sind.Müsste der Türkische Verband für jeden Spieler eine 1/2 Mio. Entschädigung bezahlen,wäre das Problem kleiner.Kerim F. hat nur genommen.

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