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Rheintaler, 31. Juli 2012, 19:19 Uhr

Juve-Trainer Conte drei Monate gesperrt

Strafe nach Vergleich reduziert

Der Serie-A-Verein Juventus Turin muss bis Ende Oktober ohne seinen Trainer Antonio Conte auskommen. Wegen seiner Verwicklung in den Fussball-Wettskandal wird der 43-Jährige drei Monate gesperrt. Um einer längeren Sperre zu entgehen, liess sich Conte auf einen Vergleich ein.


((si))

Antonio Contes Vergehen geht zurück auf seine Zeit als Trainer von Siena in der Saison 2010/11. Der frühere Internationale soll von Resultat-Absprachen in den Serie-B-Partien Novara - Siena und Albinoleffe - Siena gewusst, dies aber nicht gemeldet haben. Daher drohte ihm eine Verurteilung zu einer Sperre von sieben Monaten.

Erdbebenopfer profitieren

Conte beteuerte seine Unschuld, konnte diese aber schlecht beweisen. Daher einigten sich die Anwälte von Juventus mit dem Ankläger Stefano Palazzi auf einen Vergleich und eine Sperre von drei Monaten. Zudem wird Conte mit 200 000 Euro gebüsst. Dieser Betrag kommt den Erdbeben-Opfern in den Abruzzen und in der Emilia-Romagna zugute.

Ab dem 1. November darf Conte für Juventus wieder an der Seitenlinie stehen. Bis dahin wird er wohl durch den Nachwuchstrainer Marco Baroni vertreten. Die neue Saison in der Serie A beginnt am 25. August, bis zum 1. November stehen für Juventus zehn Runden in der Meisterschaft und drei Partien in der Champions League auf dem Programm.

Bonucci droht lange Sperre

Ob sich auch der Verteidiger Leonardo Bonucci auf einen Vergleich einlassen wird, ist noch unklar. Der Internationale, der an der EM 2012 zum Stamm der Squadra Azzurra gehörte, muss sich wegen des ungleich schwereren Vergehens der aktiven Spielabsprache (Saison 2009/10 als Spieler von Bari) verantworten.

Ihm droht eine dreijährige Sperre, die durch einen Vergleich auf 14 Monate reduziert werden könnte. Für einen Vergleich müsste Bonucci aber ein Schuldeingeständnis ablegen. Bis jetzt hat er eine Beteiligung am Wettskandal von sich gewiesen.

Italienische Beobachter rechnen damit, dass sich der 25-jährige Bonucci auf einen Prozess einlassen könnte – und damit ein grosses Risiko auf sich nehmen wird.



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tagblatt.ch / leserbilder

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