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Rheintaler, 25. Juli 2012, 22:40 Uhr

Ansätze von Spassfussball

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Der Borusse Jakub Blaszczykowski enteilt Mario Schönenberger. (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Der deutsche Meister und Cupsieger Dortmund gewinnt in der AFG Arena das Testspiel gegen St.Gallen mit 2:1. Die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene leistet aber deutlich mehr Widerstand als vor einem Jahr bei der 1:6-Niederlage.

Thomas Werner

Gelb dominierte unter den 9721 Zuschauern auf den Rängen der AFG Arena, ganz passend zu einer Aussage von Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc: «Borussia Dortmund als Club ist eben auch sexy.» Die Begeisterung um die Dortmunder ist nach dem Gewinn des Doubles in der abgelaufenen Saison noch einmal gestiegen. In den ersten beiden Tagen des laufenden Trainingslagers in Bad Ragaz wurden bereits so viele Fanartikel verkauft wie im vergangenen Jahr während der ganzen Woche. Das grosse Interesse am einzigen börsennotierten Fussballclub Deutschlands muss selbstverständlich medial aufgearbeitet werden. In einem ersten Trainingslager in Kirchberg in den Kitzbüheler Alpen gingen 480 Interview-Anfragen für Trainer Jürgen Klopp ein.

Bilderstrecke: FCSG - Dortmund

Der FC St.Gallen hat den deutschen Meister Borussia Dortmund zum Test gebeten. Das Team von Jeff Saibene schlug sich wacker und verlor nur mit 1:2. Die Bilder aus der AFG Arena in unserer Galerie. (Bilder: Michel Canonica)


Guter St.Galler Beitrag
Um Antworten ist der 45-Jährige zwar nie verlegen, lieber gibt er diese aber mit seiner Mannschaft auf dem Platz. Und da wollen Klopp und seine Spieler nicht nur gewinnen, sondern den Zuschauern mit ihrem Fussball auch beste Unterhaltung bieten. Ansätze dieses Dortmunder Spassfussballs blitzten in der AFG Arena ab und zu auf. Ein Raunen ging jeweils durch die Ränge, wenn die Dortmunder mit öffnenden Pässen oder schnellem Direktspiel die St.Galler Abwehr zu testen versuchten.

Aber auch die Gastgeber leisteten ihren Beitrag zum unterhaltsamen Sommerfussball. Trainer Jeff Saibene gab Spielern, die zum Meisterschaftsbeginn nur auf der Bank sassen, ausgiebig Spielgelegenheit. Die aktuell zweite Garnitur knüpfte fast nahtlos an die disziplinierten, abgeklärten Auftritte gegen die Young Boys und in Lausanne an. Erneut liessen sich die St.Galler auch durch Fehler nicht aus dem Konzept bringen. Ein zu kurz abgewehrter Ball von Marcel Herzog führte zum 0:1 von Robert Lewandowski. Danach parierte der St.Galler Goalie aber einige Male glänzend und verhinderte weitere Gegentore. Und der schon in der Meisterschaft überragende Stéphane Nater zeigte auch gegen den deutschen Meister, dass er nicht nur defensiv stabil, sondern eine grosse Bereicherung im Kreativbereich ist. Als die Dortmunder nach dem 1:1 von Dzengis Cavusevic in der letzten halben Stunde etwas konsequenter den Sieg suchten, zeigten die St.Galler gar noch erstaunliche Konterqualitäten und verpassten das Führungstor zweimal nur ganz knapp.

Dortmunder Freude am Sieg
Dies, nachdem Klopp mit Marcel Schmelzer, Ilkay Gündogan und Marco Reus drei deutsche EM-Teilnehmer ins Spiel gebracht hatte. Die polnischen EM-Spieler Jakub Blaszczykowski, Lukasz Piszczek und Lewandowski hatten die erste Halbzeit bestritten. Bei allem Spass war Klopp am Ende trotzdem froh, dass Kevin Grosskreutz noch der Siegtreffer gelungen war. «Ich habe bereits den Teletext-Eintrag gelesen», sagte er kurz nach Spielschluss mit einem breiten Lachen. Dort war zu lesen: «Meister Dortmund hat sich in St.Gallen beinahe blamiert.» Auch Reus freute sich über das 2:1, für das ihm die deutschen Reporter einen halben Skorerpunkt verleihen wollten: «Es war zwar ein schwerfällig erspielter Sieg, aber ein wichtiger mit Blick auf die weitere Vorbereitung.»

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FC St.Gallen - FC Lausanne-Sport

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