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Rheintaler, 9. August 2012, 08:11 Uhr

Asads Truppen in Aleppo auf dem Vormarsch

Im Kampf um die syrische Wirtschaftsmetropole Aleppo sind die Aufständischen auf dem Rückzug. Die Rebellen mussten Stellungen in einem strategisch wichtigen Viertel aufgeben.


((Reuters))

Im Kampf um die syrische Stadt Aleppo sind die Aufständischen auf dem Rückzug. Sie mussten am Mittwoch Stellungen in einem strategisch wichtigen Viertel aufgeben. «Wir haben uns zurückgezogen», erklärte ein Kämpfer Reuters-Reportern im Bezirk Salaheddin. Das syrische Staatsfernsehen berichtete, die Regierungstruppen hätten das Viertel Salaheddin gestürmt und die meisten Rebellen dort getötet. Die Truppen seien in einer neuen Offensive auch in andere Teile der Stadt vorgedrungen. Nach Darstellung des Staatsfernsehens wurden in den Distrikten Bab al-Hadid nahe der Zitadelle und Bab al-Nariab im Südosten Dutzende von «Terroristen» getötet. Es handelte sich offenbar um die grösste Offensive der Regierungstruppen, seit die Aufständischen vor drei Wochen Teile Aleppos unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Nachschubprobleme der Rebellen

Die Rebellen hätten sich in das Viertel Saif ad-Daula zurückgezogen, sagte ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee zu Reuters. Die Gegend liege unter Beschuss durch Kampfjets und Panzer der Regierungstruppen. Andere Aufständische hingegen bestritten Berichte über einen Rückzug.

Die Rebellen hatten zuletzt Nachschubprobleme und kaum noch Munition, während die Soldaten das Viertel im Süden Aleppos einkesselten. Asad verstärkte die Truppen dort, nachdem die Armee die Kämpfer bereits aus einem Grossteil der Hauptstadt Damaskus vertrieben hatte. In einigen Strassenzügen von Salaheddin zogen Panzer auf. Unter dem Schutz massiver Bombardements gingen Scharfschützen auf Hausdächern in Stellung. Ihre Präsenz schränkt die Bewegungsfreiheit der Rebellen stark ein.

Der jordanische König Abdullah befürchtet als Horrorszenario eine Teilung Syriens in Folge des Bürgerkriegs. Falls Assad die Macht über Syrien als Ganzes verliere, dann sei die Schaffung einer alawitischen Enklave vielleicht sein Plan B, sagte Abdullah dem amerikanischen Sender CBS. Eine solche Entwicklung würde die ganze Region um Jahrzehnte zurückwerfen, warnte er.

Moskau dementiert Tod von General

Russland hat Berichte zurückgewiesen, in Syrien sei ein russischen General von Aufständischen getötet worden. General Wladimir Kuschejew sei in Moskau im Verteidigungsministerium mit Journalisten zusammengekommen, berichteten russische Nachrichtenagenturen.

Die Agentur Itar-Tass zitierte Kuschejew mit den Worten: «Ich kann bestätigen, dass ich am Leben bin und es mir gut geht.» Das Ministerium nannte Berichte eine Lüge, wonach ein russischer Militärberater in Syrien umgekommen sei. Eine Gruppe von Aufständischen hatten angegeben, einen General mit dem Namen Wladimir Petrowitsch Koschjew getötet zu haben. Russland hat mehrere Hundert Soldaten in Syrien stationiert, wo es unter anderem einen Marinestützpunkt unterhält. Die Regierung in Moskau ist einer der wichtigsten Verbündeten Syriens.

Unter den iranischen Geiseln auch ehemalige Soldaten

Im Fall der von Rebellen verschleppten Iraner räumte Iran erstmals ein, dass unter den mehr als 40 Geiseln auch ehemalige Soldaten und Mitglieder der Revolutionsgarden sind. Diese hätten allerdings keine Verbindung mehr zum Militär und seien nur für eine Pilgerreise in Damaskus gewesen, berichteten iranische Medien unter Berufung auf Aussenminister Ali Akbar Salehi. Syrische Aufständische hatten die Iraner vor einigen Tagen gefangen genommen. Sie verdächtigen die Führung in Teheran, sie als Kämpfer eingeschleust zu haben, um den Verbündeten Asad im Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen.



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