Direkte Links und Access Keys:

Rheintaler, 19. Juli 2012, 11:50 Uhr

Ex-Geheimdienstchef Suleiman gestorben

Omar Suleiman war ein enger Vertrauter des gestürzten Staatschefs Mubarak. Zoom

Omar Suleiman war ein enger Vertrauter des gestürzten Staatschefs Mubarak. (Bild: Keystone / AP)

Der frühere ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman ist einem Medienbericht zufolge tot. Er sei am frühen Donnerstagmorgen in einem Spital in den USA gestorben, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Mena.


(sda/afp)

Der frühere ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman ist einem Medienbericht zufolge tot. Er sei am frühen Donnerstagmorgen in einem Spital in den USA gestorben, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Mena.

Suleiman war jahrelang einer der engsten Vertrauten von Ägyptens Ex-Präsident Husni Mubarak, der vor knapp anderthalb Jahren nach Massenprotesten gestürzt worden war. Mubarak hatte ihn kurz vor seinem Sturz zu seinem Stellvertreter ernannt. Suleiman war es letztlich, der am 11. Februar 2011 den von den Demonstranten in Kairo geforderten Rücktritt des Machthabers verkündete.

Suleiman hatte Anfang der neunziger Jahre die Leitung des einflussreichen und gefürchteten ägyptischen Geheimdienstes übernommen. Er galt als diskreter Vermittler, der meist hinter den Kulissen die Fäden zog.

Im Ausland war er als verlässlicher Gesprächspartner bekannt - in den USA wurde Suleiman ebenso geschätzt wie bei Israelis und Palästinensern, mit denen er im Nahost-Friedensprozess zusammenarbeitete. US-Medienberichten zufolge war er aber auch an der Verschleppung von Terrorverdächtigen durch den US-Geheimdienst CIA im Ausland beteiligt.

Während er im Ausland geschätzt wurde, war Suleiman für viele Ägypter die Schlüsselfigur in Mubaraks ehemaliger Führungsriege. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers hatte der Ex-Geheimdienstchef eine Kandidatur für das Präsidentenamt in Ägypten angestrebt.

Die Wahlkommission schloss ihn aber aus. Ihm wurde vorgeworfen, nicht die verlangte Anzahl von Unterschriften von Unterstützern aus 15 Provinzen vorgelegt zu haben. Nach seiner gescheiterten Kandidatur verliess er das nordafrikanische Land.



Anzeige:

Gewinnspiel Tippen Sie mit

Tippen & Gewinnen

Ostschweizer Trauerportal

teaser-ROS-trauer

tagblatt.ch / leserbilder

leserbilder.jpg

 ...

Service Bäderbericht

Badewetter

facebook.com / tagblatt

 ...