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Rheintaler, 31. Juli 2012, 20:00 Uhr

Neue Ebola-Fälle in Uganda

Wieder sind im ostafrikanischen Uganda Menschen am Ebola-Virus erkrankt. Bereits vor drei Wochen war der Ebola-Virus im Westen des Landes ausgebrochen. Experten-Teams sind im Einsatz.


((sda/dpa))

Im ostafrikanischen Uganda sind drei weitere Menschen am lebensgefährlichen Ebola-Fieber erkrankt. 15 Patienten mit möglichen Ebola-Symptomen lägen in Quarantäne in einem Spital im Distrikt Kibaale, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in der Hauptstadt Kampala mit.

Experten im Einsatz

Ebola war vor drei Wochen in der Region im Westen des Landes ausgebrochen und hat bislang 14 Menschen das Leben gekostet.

Neben Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle (CDC) und des ugandischen Roten Kreuzes waren auch Experten von «Ärzte ohne Grenzen» (MSF) in Uganda im Einsatz. Sie versuchen, den Ebola-Patienten zu helfen und all diejenigen ausfindig zu machen, die Kontakt mit Betroffenen hatten.

«Die Infizierten müssen isoliert werden, um eine weitere Übertragung des Virus zu verhindern», hiess es in einer MSF- Mitteilung. «Es ist sehr wichtig, schnell zu reagieren und zu klären, wo der Krankheitsherd liegt, um ihn dort schnellstmöglich isolieren zu können», sagte die Notfall-Koordinatorin Olimpia de la Rosa.

Die Menschen wurden von den Behörden aufgefordert, körperliche Kontakte und grosse Menschenansammlungen zu vermeiden und kein Fleisch zu essen.

Hochgefährliche Krankheit

Bei zwei Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb dort ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit.

Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Das Virus kann bei Menschen und anderen Primaten ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber hervorrufen, das mit schweren inneren Blutungen einhergeht. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.



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