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Rheintaler, 24. Juli 2012, 15:05 Uhr

Armee findet 31 Waffen

Die Armee fand 31 ehemalige Armeeangehörige, die ihre Waffe und das übrige Militärmaterial nie zurückgegeben hatten. Zoom

Die Armee fand 31 ehemalige Armeeangehörige, die ihre Waffe und das übrige Militärmaterial nie zurückgegeben hatten. (Bild: Keystone)

Bei der Nachkontrolle von 17 000 Dienstbüchlein hat die Armee 31 Waffen gefunden, von denen sie jede Spur verloren hatte. 10 000 Dossiers sind pendent.


Markus Häfliger, Bern

Der Fall hat vor drei Monaten viel Staub aufgewirbelt: Im April hat die Schweizer Armee 27 000 ausgemusterte Armeeangehörige angeschrieben und sie aufgefordert, ihr Dienstbüchlein einzuschicken. Aufgrund von unvollständigen Datenbanken konnte die Armee nicht mehr feststellen, ob diese 27 000 Ex-Soldaten ihre Dienstwaffe abgegeben hatten oder nicht.

Nun liegen erste Resultate dieser äusserst aufwendigen Nachkontrolle vor. 17 000 der 27 000 Fälle habe man «bereinigen» können, sagt Armeesprecher Christoph Brunner. Dabei fand die Armee 31 ehemalige Armeeangehörige, die ihre Waffe und das übrige Militärmaterial nie zurückgegeben hatten. Diese seien nun aufgeboten worden, «ihr persönliches Material inklusive Dienstwaffe abzugeben»; bei 11 der 31 Waffen sei dies bereits passiert, sagt Brunner. Zusätzlich fand die Armee 18 waffenlose Ex-Soldaten, die zwar keine Waffe zu Hause hatten, aber ihr gesamtes übriges Militärmaterial.

Damit verbleiben 10 000 offene Dossiers: Ex-Soldaten, die entweder nicht auf das erste Schreiben reagiert haben, oder bei denen die Briefe nicht zustellbar waren. 7500 Ex-Soldaten haben nun ein zweites Mal Post von der Armee erhalten; in 2500 Fällen ist die Armee dabei, die neue Adresse herauszufinden. Allein für diese Nachforschungen setze die Logistikbasis vier zusätzliche Leute ein, so der Armeesprecher.

Die Armee legt Wert auf die Feststellung, dass es sich in den 27 000 Fällen um Soldaten handle, «welche nach Beendigung ihrer gesamten Dienstpflicht ordentlich entlassen wurden und in der Armee nie negativ aufgefallen sind».

Die 27 000 Fälle sind Teil einer noch grösseren Überprüfung. Der Auslöser war der Polizistenmord im bernischen Schafhausen vom Mai 2011. Der damalige Täter war aus medizinischen Gründen aus der Armee entlassen worden; seine Dienstwaffe wurde aber nie eingezogen. Als Konsequenz liess die Armeeführung über 300 000 Personendossiers überprüfen. Dabei stellte die Armee fest, dass sie in den erwähnten 27 000 Fällen nur über unvollständige Daten verfügt. Insgesamt hat die Armee derzeit Kenntnis von 336 Armeewaffen (inklusive der erwähnten neu aufgefundenen), die längst im Zeughaus sein sollten, aber dort nie abgegeben wurden.



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Leser-Kommentare:
2 Beiträge
unangan (25. Juli 2012, 11:43)
ein kleines Schmunzeln...

kann ich nicht unterdrücken.
Wetten, dass mein "Sturmgewehr" auch nicht auffindbar ist, da in meinem "nachträchlich" erstellten Dienstbüchlein eine falsche Gewehr-Nummer eingetragen wurde und ich deshalb xxxx welche Probleme hatte.

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adolfk31 (24. Juli 2012, 14:08)
Langsam beginnen ....

unsere grassierend zunehmenden Politiker von unseren neutral vom Abbau bedrohten bewaffneten Soldaten berechtigt Angst zu kriegen ....

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