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Rheintaler, 9. Juli 2012, 11:39 Uhr

Arbeitslosenquote in der Schweiz sinkt leicht

Verschiedene Tageszeitungen mit Stellenanzeiger im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV in Suhr im Kanton Aargau. Zoom

Verschiedene Tageszeitungen mit Stellenanzeiger im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV in Suhr im Kanton Aargau. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Juni erneut leicht gesunken auf 2,9%. Mit der Einführung einer neuen Berechnungsgrundlage liegt die Arbeitslosenquote gar niedriger bei 2,7%. Mit der Methodik soll ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Schweiz vermittelt werden.


Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Juni nur leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank von 3,0% auf 2,9%. Insgesamt waren Ende Juni 114 868 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet im Vergleich zu 118 860 im Monat Mai.

Bereinigt um saisonale Effekte stieg die Zahl der Arbeitslosen dagegen leicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 4490 Personen (+4,1%). Vor allem auf dem Bau und im Gastgewerbe wurde mehr Personal gebraucht.

Insgesamt wurden 166 437 Stellensuchende registriert, 4339 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 695 Personen (+0,4%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 241 auf 17 493 Stellen.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich um 731 Personen (–4,7%) auf 14 789. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 855 Personen (+6,1%).

Nach der neuen Berechnungsgrundlage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) liegt die Arbeitslosenquote gar bei 2,7%. Auch für den Monat Mai fiel die Arbeitslosenquote nach der neuen Berechnungsmethode besser aus: Diese hätte ebenfalls bei 2,7% statt 3,0% gelegen. Mit der neuen Grundlage werde die Zunahme der Erwerbspersonen während des letzten Jahrzehnts berücksichtigt, erklärt das Seco in der Mitteilung vom Montag.

Für die Berechnung der Arbeitslosigkeit verwendete das Seco erstmals Daten aus der Eidgenössischen Volkszählung aus dem Jahr 2010 – und nicht mehr aus dem Jahr 2000. In diesen zehn Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen von rund 3,9 auf 4,3 Millionen gestiegen. Mit der Methodik könne ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Schweiz vermittelt werden.

Schweizer Banken suchen weniger Personal als noch vor einem Jahr

Die Zahl der offenen Stellen in der Schweizer Finanzbranche ist innerhalb eines Jahres um 15,1% zurückgegangen. Die Banken hatten Ende Juni gar gut ein Drittel weniger Stellen ausgeschrieben als noch vor einem Jahr.

Die Zahl der offenen Stellen in der Schweizer Finanzbranche ist innerhalb eines Jahres um 15,1% zurückgegangen. Die Banken hatten Ende Juni gar gut ein Drittel weniger Stellen ausgeschrieben als noch vor einem Jahr.

Anders sieht es hingegen bei den Versicherungen aus: Gemäss dem quartalsweise erhobenen Index «Finews-JobDirectory» hatten sie Ende Juni 11,9% mehr Stellen offen. Zurzeit sind 3438 Stellen online ausgeschrieben, wie die beiden Internetportale am Montag mitteilten. Vor zwölf Monaten waren es noch 4045 gewesen.

Die Banken hatten Ende Juni 2012 insgesamt 1158 Stellen ausgeschrieben; 35,4% weniger als zwölf Monate zuvor. Durch diesen deutlichen Rückgang kam es zu einer Verschiebung: Die Versicherungen bieten momentan mit 1202 mehr Stellen an als die Banken.

Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse hätten sich höchst unterschiedlich entwickelt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei das Angebot an ausgeschriebenen Jobs bei der UBS um fast 70% gestiegen, bei der CS aber nur um 7,1%.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
Punto (09. Juli 2012, 08:40)
Augenwischerei

und wieviele wurden in der Berichtszeit ausgesteuert und nun der Sozialhilfe zugeteilt? Das müsste auch mitberechnet werden! Das würde ein wesentlich anderes Bild abgeben!

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