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Rheintaler, 19. Juli 2012, 11:32 Uhr

Spaniens Refinanzierungskosten ziehen kräftig an

Spanien hat den Kapitalmarkt erfolgreich angezapft. Zoom

Spanien hat den Kapitalmarkt erfolgreich angezapft. (Bild: Imago)

Die Refinanzierungskosten von Spanien sind deutlich gestiegen. Nach der schwachen Anleihen-Auktion sind die Renditen der 10-jährigen spanischen Staatsanleihen wieder über die kritische Grenze von 7% geklettert.


((Reuters))

Spaniens Kosten für länger laufende Schulden haben sich noch einmal stark erhöht. Das Land sammelte am Donnerstag beim Verkauf von Anleihen insgesamt rund 3 Mrd. € ein, musste die Investoren aber mit deutlich höheren Zinsen ködern als zuletzt.

Die durchschnittliche Rendite bei Papieren mit Laufzeit bis 2014 stieg auf 5,2 von 4,3% bei einer vorigen Emission. Bei Bonds mit Laufzeit bis 2017 kletterte die Rendite auf etwa 6,46 (zuletzt: 6,07)% und erreichte den höchsten Stand seit Einführung des Euro. Bei Anleihen bis 2019 stieg die Rendite auf 6,7 (zuletzt: 4,8)%. Bei den Auktionen war die Nachfrage der Anleger höher als das Angebot, das Interesse aber insgesamt nicht mehr so gross wie zuletzt.

«Sie haben verkauft, was sie verkaufen wollten, das ist das einzig Gute daran», sagte Analyst Marc Ostwald von Monument Securities zu der Emission. Das relativ geringe Interesse der Anleger sei alles andere als eine Überraschung.

Am Sekundärmarkt zogen die Renditen für zehnjährige spanische Papiere an und kletterten über die kritische Marke von 7%. Bei Werten darüber gelten die Kosten für die Staatsfinanzierung als langfristig nicht mehr tragbar.

Zuletzt hatte sich Spanien bei kürzer laufenden Bonds zu günstigeren Konditionen Geld leihen können. Das hoch verschuldete Land hat beim Euro-Rettungsschirm EFSF Hilfen für seine taumelnden Banken beantragt. Der Bundestag sollte am Nachmittag bei einer Sondersitzung entscheiden, ob er dem zustimmt. Ein positives Votum galt als nahezu sicher. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag bei einer Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister den Hilfen für das südeuropäische Euro-Land zustimmen kann.

Spaniens Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy stellte jüngst ein umfassendes Paket aus Einsparungen und Steuererhöhungen vor, mit dem der Haushalt um rund 65 Mrd. € entlastet werden soll.



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