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Rheintaler, 9. Juli 2012, 20:43 Uhr

Strafverfahren gegen Oliver Walker eingestellt

Oliver Walker. Zoom

Oliver Walker. (Bild: Keystone)

gvm. Der ehemalige Finanzchef des Hörsysteme-Herstellers Sonova, Oliver Walker, kann sich wieder unbelastet um eine neue Anstellung bemühen. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich wird die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Insidervergehen gegen Walker einstellen.


gvm. Der ehemalige Finanzchef des Hörsysteme-Herstellers Sonova, Oliver Walker, kann sich wieder unbelastet um eine neue Anstellung bemühen. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich wird die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Insidervergehen gegen Walker einstellen. Mündlich wurde der Angeschuldigte darüber bereits informiert, der schriftliche Entscheid ist unterwegs. Corinne Bouvard, die Mediensprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, bestätigte, dass das Strafverfahren gegen Walker eingestellt wird. Im Weiteren seien auch die Ermittlungen gegen zwei andere Personen eingestellt worden. Dabei handle es sich nicht um Hauptexponenten. Die Strafverfahren gegen die beiden im Mittelpunkt der Untersuchungen stehenden Exponenten, den ehemaligen Konzernchef Valentin Chapero und Andy Rihs, den Mitgründer, vormaligen Verwaltungsratspräsidenten und Hauptaktionär des Unternehmens, liefen weiter, sagte Bouvard auf Anfrage.

Oliver Walker und Konzernchef Valentin Chapero mussten das Unternehmen Ende März des vergangenen Jahres fristlos verlassen, nachdem im Zusammenhang mit einer offenbar zu spät publizierten «Gewinnwarnung» Mitarbeiter des Unternehmens noch mit Aktien und Optionen von Sonova gehandelt hatten, obwohl die enttäuschenden Geschäftszahlen intern bereits bekanntgeworden waren.

Im April 2011 leitete die Oberstaatsanwaltschaft Zürich eine Voruntersuchung gegen zahlreiche Sonova-Manager ein, neben Walker und Chapero auch Ignacio Martinez, der für das internationale Verkaufsgeschäft zuständig war und als Protégé von Chapero galt. Martinez hat Sonova vergangenen Monat verlassen. Vom Strafverfahren der Oberstaatsanwaltschaft betroffen sind die beiden Verwaltungsräte Sarah Kreienbühl und Hans Mehl sowie Alexander Zschokke, der nach der Entlassung von Chapero von März bis Oktober 2011 als Interims-Konzernchef wirkte und nun Konzernchef der Franke-Gruppe werden soll. Er wird noch bis Ende August für Sonova arbeiten und soll Ende Jahr die volle operative Verantwortung der von Michael Piper kontrollierten Gruppe übernehmen. Der Achte, gegen den ein Strafverfahren eingeleitet wurde, ist Paul Thompson, der nach dem letztjährigen Vorfall das Amt des Finanzchefs vorübergehend wieder bekleidet hatte und es Anfang August an den bisherigen Jet-Aviation-Finanzchef Hartwig Grevener übergeben wird. Bei diesen Strafverfahren ist Sonova selbst nicht Bestandteil der Untersuchungen.

Seit Mai 2011 läuft gegen Sonova auch eine umfassende Untersuchung der SIX Swiss Exchange im Zusammenhang mit der allfälligen Verletzung der Ad-hoc-Publizität. Bisher ist noch kein Entscheid publiziert worden.



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