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Rheintaler, 24. Juli 2012, 14:37 Uhr

Swatch tickt auf Hochtouren

Der weltgrösste Uhrenhersteller Swatch wächst weiter. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz über 14 Prozent gesteigert werden. Asien bleibt einer der wichtigsten Absatzmärkte. Die derzeitige wirtschaftliche Abkühlung in China könnte allerdings auch für Swatch negative Folgen haben.


(sda)

Der weltgrösste Uhrenhersteller Swatch wächst weiterhin kräftig. Der Luxusgüterkonzern, zum dem auch namhafte Schmuckmarken gehören, erwirtschaftete im ersten Halbjahr 14,4 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr.

Die Einnahmen der Gruppe beliefen sich auf 3,85 Mrd. Franken, wie Swatch am Dienstag bekannt gab. Ohne den Einfluss schwankender Währungskurse hätte das Umsatzplus 12,8 Prozent betragen.

Von der Billiguhr bis zum diamantenbesetzten Luxus-Chronometer verkauften sich alle Produktkategorien gut, wie die Gruppe weiter mitteilte. Auch die Regionen zeigten eine gute Entwicklung: Asien mit seiner markengewöhnten Oberschicht ist inzwischen einer der wichtigsten Absatzmärkte für das Unternehmen.

Beim Betriebsgewinn legte Swatch um 19,4 Prozent auf 903 Mio. Franken zu. Selbst für die Analysten überraschend hoch fiel der Reingewinn aus: Er stieg um ein Viertel auf 724 Mio. Franken.

Aktienkurs legt zu

«Swatch tickt auf Hochtouren», schrieb der Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB), Patrick Schwendimann. Er war davon ausgegangen, dass die Swatch Group in den ersten sechs Monaten des Jahres 674 Mio. Fr. verdient hatte. Analysten von anderen Finanzhäuser hatten mit ihren Prognosen ebenfalls unter dem tatsächlichen Resultat gelegen.

Der Swatch Group sei es gelungen, die Kosten besser in den Griff zu bekommen, hiess es von den Experten. Der Chor der Analysten lobte die «ansehnlichen» Margen, welche der Konzern derzeit mit seinen Geschäften erziele.

An der Börse kamen die Swatch-Resultate ebenfalls gut an. Die Aktie kostete am frühen Nachmittag 370,60 Fr. und lag damit 2,5 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Der SMI zeigte sich derweil unverändert.

Unsicherheit in China

Konzernchef Nick Hayek will trotz krisenhafter Weltwirtschaft mit der Swatch Group im Gesamtjahr über 8 Mrd. Fr. Umsatz und über 1,5 Mrd. Fr. Gewinn erzielen, wie er in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» sagte. «Die Erklärung liegt in der Tatsache begründet, dass es in vielen Ländern keine Rezession gibt.»

ZKB-Analyst Schwendimann gab in seinem Kommentaren aber zu bedenken, dass die derzeitige wirtschaftliche Abkühlung in China auch für Swatch wie für die ganze Luxusgüterindustrie Folgen haben könnte. China und Hongkong sind der wichtigste Markt für die Produkte des Swatch-Konzerns.

Firmenchef Hayek sagte, es gebe eine Verlangsamung bei den sehr teuren Produkten in China und Hongkong. Gesamthaft werde dies durch das Wachstum bei den teureren und mittleren Marken wie Longines, Rado, Tissot und Swatch kompensiert. Die Olympischen Spiele in London dürften zudem der Marke Omega Schub geben.



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