Tagblatt Online
Wem wir helfen
Wir wiederholen uns. Wir bleiben dem Konzept treu und leisten erneut Hilfe, wo Not nicht unbedingt ersichtlich ist und wo die staatlichen Institutionen nicht greifen oder die Bürokratie zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Es versteht sich, dass wir mit OhO das tun, was für Zeitungen sonst eher verpönt ist: Wir wiederholen uns. Wir bleiben dem Konzept treu und leisten erneut Hilfe, wo Not nicht unbedingt ersichtlich ist und wo die staatlichen Institutionen nicht greifen oder die Bürokratie zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir wollen dieses Jahr wieder Menschen helfen, die zum Beispiel die dringend nötige Zahnsanierung nicht bezahlen können. Oder denen als Alleinerziehende mit drei Kindern nach dem Umzug das Geld für die Möbel fehlt. Oder einer Working-poor-Familie, die eine Restzahlung für das Klavier der Tochter ausstehend hat. Einer Toggenburger Bauernfamilie konnte die Aktion sogar einen namhaften Beitrag an die Hausrenovation überweisen, damit sie nicht auf einer Baustelle wohnen musste. Aber wir wollen auch mit kleinen Beträgen grosse Freude bereiten: Wenn jemand nicht in der Lage ist, seinem Göttikind ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen, sich selbst ein Halbtaxabo oder Winterkleider für die Tochter.
Sogar Experten erstaunt
Das war bei aller Freude die betrübliche Erkenntnis von OhO: Wie viele Menschen bei uns verborgen in Armut leben. Selbst die in unsere Aktion involvierten Experten von Hilfsorganisationen und Kirchen waren überrascht, wie viele Hilfsbedürftige sich meldeten. Mit ihrer Solidarität leisteten unsere Leserinnen und Leser spontane, direkte Hilfe, deren Vorteil es ist, dass kein Franken in der Administration versickert: Das Appenzeller Medienhaus druckt die Einzahlungsscheine gratis, und das Tagblatt stellt seine Infrastruktur samt Personal kostenlos zur Verfügung.
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