Tagblatt Online, 13. Oktober 2011 08:06:00
Die grosse Welt der kleinen Tiere
Stolzer Gockel im Gehege der Sonderschau «Arche Noah der Kleintiere». (Bild: Ralph Ribi)
ST.GALLEN. Zu Kühen, Pferden und Schweinen gesellen sich an der Olma erstmals Hasen, Hühner und Enten. Der Verband Kleintiere Schweiz zeigt sie in einer Sonderschau.
TOBIAS HÄNNI
Olma-Besucher, die sich dieses Jahr im Untergeschoss der Halle 9 Neuheiten aus der Welt des Wohnens ansehen, dürften beim Flanieren von merkwürdigen Geräuschen begleitet werden: dem Krächzen von Papageien, dem Fiepsen von Meerschweinchen und dem Piepsen von kleinen Küken. Denn neben all den Möbeln, Matratzen und Vorhängen stellt sich der Verband Kleintiere Schweiz vor. Zusammen mit dem Förderverein Schweizer Kleintierrassen präsentiert er sich mit der Sonderschau «Arche Noah der Kleintiere» erstmals an der Olma.
Wasserrad und Taubenschlag
In einem grossen begehbaren Gehege können die Kleintiere aus der Nähe beobachtet werden. «Es soll eine Wohlfühlzone sein», sagte Andreas Kräuchi, OK-Präsident der Sonderschau, auf dem gestrigen Medienrundgang. Im Gehege mit Wasserrad, Taubenschlag und kleiner Holzbrücke tummeln sich verschiedenste Tauben- und Hühnerrassen, zahlreiche Papageien, Kanarienvögel, Hasen und Meerschweinchen.
Eine übergrosse Fellschlange
«Mit der Sonderschau wollen wir den Besuchern die Welt der Kleintiere näherbringen», sagte Kurt Lirgg, Präsident von Kleintiere Schweiz. Gleichzeitig wolle der Verband mit seinen gut 40 000 Mitgliedern den Besuchern aufzeigen, wie anspruchsvoll die artgerechte Haltung von Kleintieren sei und weshalb dieses alte Hobby durch raumplanerische Behinderungen gefährdet sei.
Zur Sonderschau gehört auch eine Aktion vom Verein Fellnähen Schweiz. «Gemeinsam mit den Besuchern der Olma werden wir aus Kaninchenfell eine übergrosse Schlange nähen», sagte Präsidentin Liliane Rietberger. Diese werde am Schluss dem Internationalen Blindenzentrum in Landschlacht übergeben. Die Sonderschau ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
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