Tagblatt Online, 26. Juni 2010 01:04:25
Mit «Schichten» in die Zukunft
Das siegreiche Projekt mit Hoteltrakt aus Holz. (Bild: Computeranimation: pd)
Der Neubau des Berghotels Schwägalp nimmt konkrete Formen an: Aus einem Studienwettbewerb ist das Projekt «Schichten» als Sieger hervorgegangen. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten 2012 beginnen.
David Scarano
Schwägalp. Nach der Eröffnung 1935, der Neukonzipierung 1974 und dem Umbau der Bergstation 1998 steht die Säntis-Schwebebahn vor einem weiteren Meilenstein der Unternehmensgeschichte. Gestern wurden die Aktionäre an der Generalversammlung zum 75-Jahr-Jubiläum über den Beschluss des Verwaltungsrates informiert. Das in die Jahre gekommene Berghotel Schwägalp soll durch ein Gebäudeensemble ersetzt werden, das Räumlichkeiten für Gastronomie, Hotellerie, Tagungen und Logistik beinhaltet.
Ausden zwölf beim Studienwettbewerb eingereichten Projekten ist «Schichten» des Teams Bünzli & Courvoisier Architekten, Zürich und BGS Architekten, Rapperswil, als Sieger hervorgegangen und zur Weiterbearbeitung bestimmt worden. In den nun folgenden Schritten werden Details geklärt sowie die genauen Kosten für den Bau und Betrieb ermittelt. Nach dem definitiven Entscheid des Verwaltungsrats steht die Klärung der Finanzierung an.
Gemäss Hans Höhener, Verwaltungsratspräsident der Säntis-Schwebebahn AG, ist eine Kapitalaufstockung denkbar. Läuft alles nach Plan, beginnen die Bauarbeiten 2012.
Neuer Standort
Der Neubau wird zwischen der Talstation und dem heutigen Berghotel zu stehen kommen. Wegen des Gefahrenkatasters kam der alte Standort nicht mehr in Frage. Das jetzige Gasthaus wird nach der Fertigstellung des Neubaus abgebrochen.
Der Gebäudekomplex soll über 60 Hotelzimmer verfügen, in einer zweiten Etappe ist ein Ausbau auf 120 Zimmer möglich.
Das Projekt «Schichten» setzte sich erst in der Verlängerung durch. Das Beurteilungsgremium und der Verwaltungsrat waren sich zunächst uneins. Letzterer hatte sich für das Hochhaus-Projekt «The mountains so high» ausgesprochen. Nachdem beide Projekte überarbeitet worden waren, folgte der Verwaltungsrat dem Gremium.
Bei der Beurteilung waren auch Berater und Vertreter der Bewilligungsinstanzen sowie verschiedener Naturschutzorganisationen involviert.
«Grösstes Potenzial»
Überzeugt hat «Schichten» das Beurteilungsgremium, weil es das grösste Potenzial zur Erfüllung der vielfältigen Ansprüche aufweist. Zudem lasse sich die schlichte Architektur gut in den hochalpinen Raum integrieren und stelle eine bewilligungsfähige Lösung dar.
«Wir sind überzeugt, mit diesem Projekt einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu tun und auch dem regionalen Tourismus einen Impuls zu geben», sagt Hans Höhener.
Vom 1. Juli bis zum 8. August sind die zwölf Studienbeiträge auf dem Gipfel zu besichtigen.
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