Wenn den Lehrerinnen und Lehrern an den Oberstufen in Altstätten, Oberriet und Montlingen Schülerinnen und Schüler auffallen, die rauchen oder Alkohol trinken, werden sie künftig standardisiert vorgehen. Die Schulen haben zusammen mit der Suchtberatung Oberes Rheintal ein Früherkennungs- und Frühinterventionsschema erarbeitet, das Lehrkräften und Schulleitungen als Richtschnur dient.
Zunächst begnügt man sich mit einem Gespräch mit dem Schüler oder der Schülerin. Ausserdem werden die Eltern informiert. Nützt dies nichts, versucht man den Schüler so weit zu bringen, dass er seinen Konsum hinterfragt. Er wird auf die Möglichkeit hingewiesen, sich von der Suchtfachstelle beraten zu lassen. Ausserdem führt der Klassenlehrer ein Gespräch mit den Eltern. In einer weiteren Stufe schaltet sich der Schulleiter ein. Falls der Klassenlehrer oder der Schulleiter dies wünscht, kann er sich von Fachleuten der Suchtberatung coachen lassen.
Bekommt man das Problem nicht in den Griff oder wird der Jugendliche mit illegalen Suchtmitteln wie Cannabis oder Kokain erwischt, treffen sich Schülerin bzw. Schüler, Eltern, Klassenlehrer und Schulleiter bei der Suchtberatung zu einem Gespräch. Als letzte Konsequenz kann der Schulrat ein Time-out oder den Schulausschluss beschliessen.
Das neue Konzept soll den Lehrkräften Sicherheit geben und sie auch entlasten. Sie wissen, wie sie vorzugehen haben und können sicher sein, dass Regelverstösse in umliegenden Schulhäusern ebenso gehandhabt werden. «Uns ist dabei wichtig, dass dieses Konzept nicht als Sanktionsinstrument verstanden wird, sondern als Unterstützung», betont Alfons Ammann, Schulleiter im Oberstufenzentrum Montlingen.
Die Anwendung des Konzepts beschränkt sich freilich auf das Schulareal und auf Veranstaltungen der Schule wie Skilager. Keine Handhabe hat man darauf, was die Schüler in ihrer Freizeit tun. «Es ist uns darum wichtig, die Eltern einzubeziehen», sagt Ralph Good, Schulleiter im Schulhaus Wiesental Altstätten. Monika Drobik Camenisch von der Suchtberatung Oberes Rheintal stimmt dem zu.
«Wenn die Eltern nicht bereit sind, mit der Schule zusammenzuarbeiten, sind die Chancen auf Erfolg klein.» Georg Bucher, Schulleiter im Schulhaus Feld Altstätten, ist aber überzeugt, dass viele Eltern froh sind zu wissen, dass die Schule sie unterstützt.
Roger John, Schulleiter am Oberstufenzentrum Oberriet, ermuntert die Eltern, ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen und hinzuschauen, was ihre Kinder tun. Sie sollten sich nicht scheuen, ihre Kinder zu fragen, wo sie am Abend hingehen. «Und sie dürfen durchaus wissen, was ihre Kinder im Rucksack oder auch im Hosensack haben», meint John.
Seit der Einführung des Konzepts wurden an mehreren Schulen Schüler ermahnt. Vorwiegend, weil sie auf dem Pausenplatz geraucht haben. Alfons Ammann relativiert aber: «Der Grossteil der Schülerinnen und Schüler verhält sich korrekt.» Einzelne, die aus der Reihe tanzen, habe es auch früher schon gegeben. Was ihn aber beunruhigt ist, dass diese heute jünger seien als damals.
Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!22:55
22:55
21:42
21:32
21:14
19:54
19:44
19:44
19:48
19:38
19:38
17:31
16:43
18:25
18:24
16:22
16:12
16:02
15:23
20:04
ST.GALLEN. Am Donnerstagnachmittag sind im Rosenbergtunnel auf der Stadtautobahn SA1 in Fahrtrichtung St. Gallen-St. Margrethen insgesamt elf Autos verunfallt. Vier Personen wurden mit leichten Verletzungen im Rettungswagen ins Spital gebracht.... »
ST.GALLEN. In der Nacht auf Donnerstag musste die Stadtpolizei St.Gallen ein streitendes Ehepaar trennen. Der Mann muss für zehn Tage die Wohnung verlassen.... »
SCHOCHERSWIL. Nach einer Frontalkollision in Schocherswil ist am Donnerstag eine Autofahrerin ins Spital gebracht worden.... »
JONA. Am Mittwochmittag hat ein Motorradlenker in Jona auf der Bubikerstrasse einen Selbstunfall verursacht. Er stürzte. Der Rettungsdienst brachte den 45-Jährigen mit unbestimmten Verletzungen ins Spital.... »
SARGANSERLAND. Die Polizei hat bei einer interkantonalen Schwerverkehrskontrolle am Mittwoch insgesamt 80 Fahrzeuge kontrolliert.... »
HEERBRUGG. Am frühen Sonntagmorgen haben vier 19-Jährige einen Gleichaltrigen mit einem Fusskick und einem Faustschlag verletzt. Er musste einen Nasenbeinbruch und starke Augenprellungen im Spital behandeln lassen.... »
MOLS. Ein 15-jähriger Jugendlicher hat sich als einer der Holzwerfer von Mols zu erkennen gegeben. Die Polizei konnte zwei weitere Gleichaltrige als Mittäter ermitteln.... »
GERLIKON. Ein Chauffeur ist am Mittwochnachmittag mit einem Betonmischer verunfallt. Das Gerät kippte, der Mann blieb unverletzt. ... »
AMRISWIL. Bei einem Brand in einem Selbstbedienungs-Solarium in Amriswil ist am Mittwochnachmittag ein Sachschaden von mehreren tausend Franken entstanden. Die Polizei sucht Zeugen. ... »
ST.GALLEN. Am Dienstagnachmittag hat sich auf der Fürstenlandstrasse eine Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen ereignet – weil ein blinder Fussgänger einen Fussgängerstreifen überquerte, obwohl die Ampel auf Rot stand.... »
LUZERN/OSTSCHWEIZ. Seit Montag, 9. März, 8.30 Uhr, wird der in Luzern wohnhafte, 82-jährige Josef Studhalter vermisst. Der Mann wollte in einem seiner bevorzugten Wandergebiete - Goms, Raum Bodensee, Tessin - wandern gehen. ... »
HEMBERG. Ein 53-jähriger Automobilist ist am Dienstagabend auf der Scherbstrassemit seinem Wagen auf schneebedeckter Strasse ins Schleudern gekommen. Dabei verletzte er sich und musste zur Kontrolle ins Spital. ... »
REHETOBEL. Eine 19-jährige Frau hat am Dienstagnachmittag das Postauto verlassen und die Strasse überquert. Dabei wurde sie von einem Auto frontal erfasst. Sie erlitt Beckenverletzungen.... »