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NZZ Online, 23. Februar 2012 11:15:00

«Können das noch umbiegen»

Bayern-Coach Heynckes sieht sein Team selbstbewusst genug, um den FC Basel eliminieren zu können

Der Bayern-Coach Jupp Heynckes nach der Niederlage in Basel Zoom

Der Bayern-Coach Jupp Heynckes nach der Niederlage in Basel (Bild: Reuters)

Der FC Basel hat das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den vierfachen europäischen Meister FC Bayern München zuhause 1:0 für sich entschieden. Noch ist damit nichts gewonnen. Das sehen auch die Basler Professionals so.

mon. Nach dem Hinspiel im St.-Jakob-Park (1:0) gegen den FC Bayern München sind die Chancen des Schweizer Meisters FC Basel auf einen Einzug in die Viertelfinals der Königsklasse intakt. Damit gewonnen ist aber noch nichts. Bildlich gesprochen, ist die erste Halbzeit in der Begegnung mit dem europäischen Spitzenklub absolviert; nun folgt die zweite. Die Erwartungen darüber sind beiderseits durch Optimismus gekennzeichnet.

Die Startoffensive der Bayern hätte am Mittwochabend dank zwei Grosschancen des Franzosen Franck Ribéry zwei Treffer zeitigen können, wäre nicht Basel-Torhüter Yann Sommer am Ende der Münchner Bemühungen gestanden. Sommer, dem der Coach der Schweizerischen Fussballauswahl, Ottmar Hitzfeld, eine Weltklasseleistung attestierte, wurde auch von seinen Mitspielern gelobt.

«Was will man mehr»

Fabian Frei brachte es auf den Punkt: «Wir haben defensiv sehr gut gearbeitet. Und wenn der FC Bayern zu Chancen kam, hatten wir einen hervorragenden Torhüter, der alles hielt.»

«Der Sieg», so der junge Professional, «kam nicht unverdient zustande.» Er vermied wie seine Kollegen nach der Partie die Superlative und freute sich schlicht am Erreichten. Das galt auch für Sommer: «Es ist toll, was im Moment im FC Basel läuft. Es könnte nicht schöner sein, ich bin überglücklich. Wir haben ohne Gegentor gegen den FC Bayern gewonnen. Was will man mehr.»

Wert eines Auswärtstreffers

Mehr wäre hier: eine aus Basler Sicht geglückte Partie am 13. März in München. Der Matchwinner Valentin Stocker glänzte nicht nur mit dem Siegtreffer, sondern auch mit seiner Abgeklärtheit nach dem Spiel: «In der Champions League wird es fast erwartet, dass das Heimteam ein Tor erzielt, sonst braucht es auswärts gar nicht anzutreten. Es wird für uns sehr schwierig.»

Bilderstrecke: Basel besiegt Bayern

  • Die Basler stimmen sich im ausverkauften St.-Jakob-Park auf das für sie so wichtige Spiel ein.
  • Der Noch-Basler Shaquiri (Mitte rechts) begrüsst seinen baldigen Teamkollegen Robben (Mitte links).
  • Die Münchner Gäste starten klar besser in die Partie. Franck Ribéry prüft den Basler Goalie Yann Sommer.

Der FC Basel hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League Bayern München zu Gast gehabt. Zu sehen war ein lebhaftes, abwechslungsreiches Spiel, das die Heimmannschaft dank einem Treffer Valentin Stockers für sich entschied.

Stocker konstatierte kühl: «Wenn wir aber in München ein Tor erzielen können, braucht der Gegner schon deren drei, um weiterzukommen.» Das deutete auch FC-Basel-Coach Heiko Vogel an: «Unsere Chancen sind durch das 1:0 nicht schlechter geworden. Zumal wir in der Kampagne gezeigt haben, dass wir auch auswärts wissen, wo das Tor steht.»

Heynckes selbstbewusst

Für seinen Kollegen Jupp Heynckes ist noch nichts verloren: «Über die gesamten 90 Minuten bewertet, wäre ein Unentschieden sicher gerechter gewesen. Wir sind aber selbstbewusst genug, um daran zu glauben, dass wir das im Rückspiel noch umbiegen können.»

Auch Bayern-Captain Philipp Lahm stützt auf die Heimstärke seines Teams ab: «Wir haben immer noch das Heimspiel. Wir wissen, wie stark wir zuhause sind. Deswegen ist noch alles möglich.»

Stockers Treffer zum 1:0 (86.)





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