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Rheintaler, 5. September 2012, 14:33 Uhr

Kein Verfahren gegen leitende Pfadis

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An dieser Stelle im Wald bei Oberbüren ereignete sich der Unfall, bei dem zwei Elfjährige schwere Brandverletzungen erlitten. (Bild: Hanspeter Schiess)

OBERBÜREN. Der schwere Brandunfall im Kantonallager der Pfadi St. Gallen in Oberbüren hat keine strafrechtlichen Konsequenzen für die zuständigen Pfadi-Leiter. Die Leiter haben laut der St. Galler Staatsanwaltschaft ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt.


Bei dem Unfall auf einem Hike (Wanderung) im Pfadi Kantonallager St.Gallen/Appenzell von Mitte Juli hatten zwei Jugendliche schwerste Brandverletzungen erlitten. Ein Jugendlicher verbrannte sich leicht und konnte ambulant behandelt werden. Die Jugendlichen hatten mit Brennsprit eine improvisierte Finnenkerze angezündet.

Jugendstrafverfahren nicht öffentlich
Den Brennsprit hatten die Pfadis während der Wanderung mit Übernachtung, zu der sie allein aufgebrochen waren, in einem Laden gekauft. Dies sei ohne Wissen der Leiter passiert, schreibt die Staatsanwaltschaft.
Ob sich allenfalls einer oder mehrere Jugendliche der Wandergruppe strafbar gemacht haben, teilen die Behörden nicht mit. Jugendstrafverfahren sind zum Schutz der Jugendlichen nicht öffentlich.

Verletzte noch im Spital
Die beiden schwer verletzten Jugendlichen sind noch immer im Spital, wie Markus Egger, Pfadileiter, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. (sda)



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
diethelm (05. September 2012, 17:12)
Und der Verkäufer des Brennsprits?

Ist es eigentlich erlaubt, einer Gruppen von Minderjährigen Brennsprit zu verkaufen? Wird abgeklärt, ob der Verkäufer seine Sorgfaltspflicht verletzt hat?

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