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Rheintaler, 9. Juli 2012, 16:38 Uhr

Owona: «Sex war einvernehmlich»

Vergewaltigungsvorwurf

Fussball Super League FC St.Gallen gegen FC Zürich Zoom

Brice Owona ist von seiner Unschuld überzeugt. (Bild: Urs Bucher/Archiv)

ST.GALLEN. Weil er eine ihm bekannte Frau vergewaltigt haben soll, droht dem ehemaligen FCSG-Spieler Brice Owona eine dreijährige, teilbedingte Freiheitsstrafe. Der 23-jährige Afrikaner bestreitet die Tat.


Laut Anklage hat der Fussballspieler aus Kamerun eine dunkelhäutige Schweizerin vergewaltigt. Er habe die vier Jahre jüngere Frau aus Lausanne im Oktober 2011 nach dem Ausgang in ein Hotelzimmer gebracht und sie auf Knien angefleht, mit ihm zu schlafen.

Die damals 18-Jährige wies ihn ab. «Der unwiderstehliche Fussballstar war beleidigt und hat sich genommen, was ihm die Frau nicht freiwillig geben wollte», sagte die Staatsanwältin am Montag vor dem Kreisgericht St.Gallen.

Die Frau wehrte sich. Brice Owona habe sie jedoch auf dem Bett festgehalten und an der Gurgel gepackt. «Das Opfer bekam Todesangst und wehrte sich nicht mehr», sagte die Staatsanwältin. Wenigstens habe die junge Frau den Beschuldigten überzeugen können, ein Kondom zu benutzen, sagte die Staatsanwältin.

«Opfer lügt nicht»
Die Frau habe keinen Grund zu lügen, sagten sowohl die Staatsanwältin wie die Opfervertreterin. Sie habe die Tat detailgetreu und wahrheitsgemäss geschildert.

Wegen Vergewaltigung fordert die Anklage eine teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren; 18 Monate davon sollen vollzogen werden. Das Opfer verlangt eine Genugtuung von 20'000 Franken.

«Einvernehmlicher Sex»
Owona streitet die Tat ab und sprach vor Gericht von einvernehmlichem Sex. Die Frau, die er seit gut einem Jahr kannte, habe sich freiwillig neben ihn ins Hotelbett gelegt. Sie habe seine Annäherungsversuche nicht abgewehrt, sondern genossen.

Die Verteidigung verlangt einen Freispruch. Die Aussagen des angeblichen Gewaltopfers reichten nicht aus für einen Schulspruch. Das Gericht müsse dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» folgen, sagte der Verteidiger.

Das Urteil soll am Freitag verkündet werden.

Ohne Vertrag
Der 23-Jährige war am 28. November 2011 in seiner Wohnung festgenommen und für zehn Tage in Untersuchungshaft gesetzt worden. Wegen der Anklage steht Owona zur Zeit ohne Vertrag da. Er sei gut trainiert und habe mehrere Angebote von Clubs in der Schweiz und in Europa, müsse aber den Ausgang der Gerichtsverhandlung abwarten, sagte der Profispieler vor Gericht. Die Aufenthaltsbewilligung des Afrikaners wurde wegen des Prozesses und der Jobsuche um einen Monat verlängert. (red./sda)

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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
diethelm (09. Juli 2012, 20:40)
Wenn Mann sich auf Sex in einer festen Beziehung beschränken würde,

wäre die Gefahr, wegen Vergewaltigung angeklagt zu werden, viel kleiner. Das sollten sich Leute wie Owona oder auch DSK hinter die Ohren schreiben.

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