Tagblatt Online, 18. Januar 2011 01:05:31
«Es braucht Teamarbeit und Wissen»
Pepe Sonderegger (li) wird einmal Nachfolger von Hans Keel werden. (Bild: Bilder: ari)
Die Verbundenheit mit den Kunden wird bei der KS Treuhand AG hoch geschätzt. Am alljährlichen Kick-Off-Anlass auch dieses Jahr mehr als 230 Gäste teil. Daniel Hösli von der Patrouille Suisse referierte zum Thema «Teamwork als Schlüssel zum Erfolg», speziell in schwierigen Situationen.
Angelika Rieger
Altstätten. Einer schönen Tradition folgend hatte die KS Treuhand AG, Altstätten, auch dieses Jahr zum Kick-Off-Anlass eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Mitarbeitende für langjährige Firmentreue geehrt. Unter anderen Iris Heuberger, die im Oktober das KS-Team nach zehn Jahren verlässt. Ausserdem wurde das neue Geschäftsleitungsmitglied Pepe Sonderegger vorgestellt. Er soll die Nachfolge von Geschäftsleiter und VR-Präsident Hans Keel antreten, wenn sich dieser in spätestens sieben Jahren aus dem Geschäft zurückzieht. «Bis dahin werde ich sukzessive kürzer treten», so Keel.
Teamarbeit braucht Teamgeist
Viele «Stammgäste» folgten der Einladung der KS Treuhand AG und wurden mit einem anregenden, spannenden und unterhaltsamen Abend belohnt. Denn dieses Mal stand nicht nur ein informatives, sondern geradezu atemberaubendes Referat auf dem Programm. Daniel Hösli, seit 2001 Kommandant der Patrouille Suisse, verstand es, lebhaft und engagiert zum Tema «Teamwork ist der Schlüssel zum Erfolg» zu sprechen. Der mit eindrücklichen Bildern und Film-Sequenzen aus Flugshows hinterlegte Vortrag zeigte die Idealform von Teamarbeit, die ob des anspruchsvollen «Jobs», den die Piloten ausüben, unabdingbar ist. «Teamarbeit braucht es, wenn man fehlerfrei und effizient arbeiten will», so Daniel Hösli. Und Teamarbeit sei nur möglich, wenn neben Wissen und Taktik auch Teamgeist vorhanden sei.
Die Chemie muss stimmen
Die Patrouille Suisse geht bei der Zusammensetzung des Teams deshalb kein Risiko ein. «Teamwork hat mit Menschen zu tun», erklärte Hösli. Neben fliegerischem Können sind Belastbarkeit und Teamfähigkeit eines angehenden F/A-18-Piloten gefragt. . Sehr genau wird deshalb sondiert, wer ins Team passt. Die Piloten der Patrouille Suisse sind Berufsmilitärpiloten, die eine sechseinhalb-jährige Ausbildung zum F/A-18 -Piloten durchlaufen. Von den guten werden die besten ausgewählt und erst, wenn wirklich alle ihn mögen, kommt er ins Team. «Die Chemie muss stimmen», erklärte Hösli. Schliesslich sind die Piloten in der Jet-Kunstflug-Staffel 20 Wochenenden miteinander im In- und Ausland unterwegs. Und das schwierige Gelände, in dem die Schweizer Piloten fliegen, setzt unabdingbares Vertrauen in die Kameraden voraus. Ferner braucht es eine gute Kommunikation, eine gute Führung, einen klaren Auftrag und nicht zuletzt die Bereitschaft von allen, am gleichen Strick zu ziehen. Nicht zuletzt braucht es eine gesunde Unternehmenskultur und neben anregender Kritik auch Motivation. «Als Chef muss man Vorbild sein.»
Fliegender Botschafter
Die Patrouille Suisse ist die offizielle Jet-Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe und gilt als Visitenkarte der Schweizer Armee im In- und Ausland. In den letzten Jahren begeisterte die Patrouille Suisse an diversen militärischen Flugvorführungen ein breites Publikum. Zusätzlich darf sie ihr Können immer öfter auch an zivilen Anlässen, wie zum Beispiel an den Konzerten von Madonna und den Rolling Stones oder der Ski-WM, am Lauberhorn. Neben den Meetings und den Big-Events im Ausland, für die einmal pro Woche trainiert wird, ist es die Hauptaufgabe der Piloten, als Luftpolizei-Dienst im Einsatz zu sein. Täglich sind die Piloten in der Luft.
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