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Tagblatt Online, 18. Januar 2010 01:04:22

Kreuz und quer durchs Musikreich

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Auf unterhaltender Reise mit den Rebsteiner Musikanten.

Der Musikverein Rebstein und sein Nachwuchs luden im Progyzentrum zu einer Reise durchs Reich der Musik ein, die mit abwechslungsreicher Unterhaltungsmusik in viele europäische Länder und quer über den Atlantik nach Amerika führte.

Max Pflüger

Rebstein. Morten Qvenild, Dirigent des Musikvereins Rebstein (MVR), und Patrick Bichler, musikalischer Leiter der Jugendmusik, hatten mit ihren beiden Korps ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm zusammengestellt, das beim Publikum ankam. Von böhmischer Blasmusik über Melodien aus der Hitparade, Jazz, Oldies und Musicalmelodien – für jeden war etwas dabei. Lust auf mehr? Am kommenden Samstag geht der MVR ein zweites Mal «On Tour».

Grosses Repertoire

Bereits die jungen Rebsteiner Musikanten unter der Leitung von Patrick Bichler präsentierten ein recht grosses Repertoire an unterhaltenden Melodien. In «Born to be wild» aus dem Film «Easy Rider», in «Aux Champs-Elysées» von Joe Dassin oder im Sommerhit aus den Siebzigerjahren «In the summer time» und in weiteren jugendlichen und frischen Blasmusik-Bearbeitungen eiferten sie immer wieder ihren Vorbildern unter den älteren Rebsteiner Musikanten nach: Show-Elemente und gute Solisten-Leistungen kennzeichneten auch ihren Auftritt.

Einstudiert hatten sie ihr Programm vor allem im Herbstlager in Wangs, verfeinert dann in den wöchentlichen Proben und beim Üben zu Hause. Nervosität und Lampenfieber spürten die jungen Bläserinnen und Bläser beim ersten öffentlichen Auftritt dann doch. Aber das gehört ja mit dazu. Nach dem fetzigen Jazzklassiker «I scream – you scream» verlangte das Publikum eine Zugabe, deren feuriges Schlagzeugsolo Applaus auf offener Szene erhielt.

Nach einer Pause nahm der MVR unter der Leitung von Morten Qvenild den Faden auf, den die Jugendmusik gesponnen hatte. Italien, Slowenien, Tschechien, Italien, Grossbritannien und Deutschland waren Halte auf ihrer Reise kreuz und quer durch die Landschaft der europäischen Unterhaltungsmusik.

Höhepunkte unter den zehn musikalischen Zwischenhalten waren «Memories» aus dem Musical Cats sowie die Medleys zu Italo Oldies und Herbert Grönemeyer.

Bilder im Kopf weckten auch Klaus Doldingers Film- und Fernsehmelodien aus «Tatort», «Ein Fall für zwei» und «Die unendliche Geschichte». Mit der letzten Zugabe, einem schmissigen Marsch, endete die Reise zurück in der Schweiz.

Tolle Solisten-Leistungen

Immer wieder begeisterte der Musikverein Rebstein mit Solisten-Leistungen.

Einige dürfen stellvertretend hervorgehoben werden: Rolf Aerni, der mit seinen jazzigen Improvisationen zum Cats-Thema Memory auf dem Saxophon virtuos musizierte. Seine Tochter Natalie Aerni überzeugte in «Jazz-Band» mit technisch perfekten Klarinettenklängen und erspielte sich wie ihr Vater eine Zugabe. Der bald siebzigjährige Trompeter Karl Rohner bereicherte als Solist den italienischen Evergreen «Volare».

Mit bemerkenswerter Musikalität spielten Reto Benz, Euphonium, und Reto Kehl, Trompete, in «Bohemian Lovers» ein herrliches Duett. Feinfühlig und stimmungsvoll gingen die beiden Solisten einen auf den anderen ein und bliesen ein herrliches musikalisches Zwiegespräch.





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