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Tagblatt Online, 07. September 2010 01:01:12

Rundgang im geschenkten Wald

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Revierförster Werner Zogg (links im Bild) wusste viel Interessantes über den Rhodswald zu erzählen. (Bild: Bild: Mäx Hasler)

ALTSTÄTTEN. Die Rhode Gätzi- und Warmesberg hatte zum zweiten Mal zu einer Waldbegehung eingeladen. Rund 50 Personen folgten der Einladung. Sie brauchten das frühe Aufstehen nicht zu bereuen.

Mäx Hasler

Rhodspräsident Walter Bücheli freute sich sichtlich, als er mit den Worten «Suchst du des Waldes wohlige Ruh, mach die Augen auf und das Mundwerk zu» am Sonntag um 9 Uhr im Rietli rund 50 Wanderer zur zweiten Waldbegehung der Rhode Gätziberg und Warmesberg begrüssen durfte. Speziell begrüsste er Stadtrat Jacques Sinz und Revierförster Werner Zogg, von dem während des Waldgangs viel Wissenswertes über den Wald zu erfahren war.

Barmherzige Appenzeller

Unter anderem über die Funktion des 22 Hektar grossen Waldes der Rhode als Nutz- und Schutzwald oder als Wasserspeicher. Oder darüber, dass die Altstätter diesen Wald nach dem Stadtbrand im 15. Jahrhundert von den Appenzellern geschenkt bekommen haben, damit genug Holz für den Wiederaufbau zur Verfügung stand.

Auch der Holzschlag war ein Thema, der laut Zogg für die Rhode wichtig ist, auch wenn der Holzpreis derzeit mit 88 Franken für den Kubik Tannenholz und mit 114 Franken für Fichtenholz im Keller ist. Aktuar Magnus Löhrer kann sich erinnern, dass der Preis einmal bei 150 Franken lag und ihm damals das Holz fast aus den Händen gerissen worden sei.

In der EU sei der Preis übrigens höher als in der Schweiz. Die Funktion des Waldes als Nutz-und Schutzwald wird laut Zogg noch zu reden geben. Auch dass der Wald je länger je mehr für Bikerennen – auch in der Nacht – herhalten muss und dadurch die Waldtiere gestört werden.

Beim zweiten Halt beim Drei-Rhoden-Eck Brandegg, wo die Innere und die Äussere Rhode Eichberg sowie die Rhode Gätziberg zusammenkommen, bekamen die Wanderer bei einer kleinen Zwischenverpflegung einen Vorgeschmack

auf das, was sie bei der Mittagsrast in der Waldhütte des Walderlebnisraums Gais erwarten wird – ein wahrlich herrliches Fleckchen Heimat. Die Frauen der Rhodsverwaltung verwöhnten die Waldläufer mit einem Gourmet-Schmaus. Wer erwartet schon im Wald Steaks und Würste mit Folienkartoffeln, verschiedenen Salaten, Dessert und alle erdenkliche Tranksame?

Klassenzimmer im Wald

Ueli Fitzi aus Gais, der an der Verwirklichung des Walderlebnisraums Gais massgeblich mitgearbeitet hat, informierte dann über die Waldhütte und den Waldlehrpfad. Diese Waldhütte, die dank zahlreichen Sponsoren – unter anderem auch der Rhode Gätziberg – verwirklicht werden konnte, ist als Klassenzimmer im Wald gedacht.

Der Walderlebnispfad, beginnend hinter der Starkenmühle, ist drei Themen gewidmet: der Schlacht am Stoss, den Rhoden und den Findlingen und Erdrutschen.





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