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Rheintaler, 19. Juli 2012, 07:47 Uhr

Berneck kündigt Schweizern

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Das Honglerhaus am Rathausplatz, gegenüber dem Rathaus. Im Erdgeschoss sind die Büros der Bauverwaltung der Gemeinde. (Bild: René Schneider)

BERNECK. Die Gemeinde wird im Herbst zehn Asylbewerber im Honglerhaus am Rathausplatz unterbringen. Sie hat darum drei Schweizern die Wohnung gekündigt. Jetzt läuft eine Petition an.

RENé SCHNEIDER

Der frisch gewählte SVP-Kantonsrat Mike Egger koordiniert die Unmutigen in Berneck und die Unterschriftensammlung für eine Petition an den Gemeinderat aus seiner Rekrutenschule in Walenstadt.

«Das kann es doch nicht sein», sagt er am Telefon. Die Gemeinde kündige einem Schweizer Mieter-Ehepaar und einer alleinstehenden Schweizer Frau die zentral gelegenen Wohnungen, «nur um Platz für Asylanten zu schaffen». Jetzt wollen Egger und seine Helfer sich mit einer Petition (Bittschrift) stark machen für die Schweizer Mieter und eine andere Lösung für die Flüchtlinge.

«Offen für Vorschläge»

Gemeindepräsident Jakob Schegg bestätigt auf Anfrage den Sachverhalt und versichert, der Gemeinderat sei «offen für bessere Vorschläge». Nach solchen habe der Rat selber gesucht – und nicht gefunden. «Wir fanden niemanden, der Asylanten seine Wohnung vermieten will.» Darum habe sich der Gemeinderat entschlossen, das gemeindeeigene Honglerhaus frei zu machen für die zehn Flüchtlinge, die Bund und Kanton voraussichtlich im Herbst der Gemeinde zuweisen werden.

Pflicht erfüllen

Aufgrund des aktuellen «Verteilschlüssels» sei Berneck verpflichtet, 17 Asylbewerber unterzubringen. Ein paar wohnen schon jetzt im Dachgeschoss des Honglerhauses. Weil zwei Flüchtlings-Familien mit vier und sechs Personen (die in anderen Privat-Wohnungen in der Gemeinde wohnen und dort bleiben) die vorläufige Aufenthaltsbewilligung B bekommen haben, muss die Gemeinde zehn neue Asylbewerber aufnehmen. «So sind nun mal die Gesetze», sagt Schegg. «Wir haben die Asylgesetze nicht gemacht, aber der Gemeinderat ist verpflichtet, Wohnraum bereitzustellen und die Einhaltung der geordneten Zustände laufend zu kontrollieren.»



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Leser-Kommentare:
4 Beiträge
mercator (20. Juli 2012, 17:23)
Politiker verstehen nur eins....

Konsequent abwählen. Parteien und Politiker, denen die Asylanten näher liegen, als die Bürger dieses Landes, müssten halt endlich abgewählt werden. Aber davon halten offenbar 70 % der Wählenden nichts. Da muss man sich nicht wundern, dass sowas geschieht. Dabei ist das erst der Anfang - es wird noch viel schlimmer werden. Die Völkerwanderung hat eben erst begonnen !

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antonino (19. Juli 2012, 14:59)
Honglerhaus

Schande über diese leute, die sowas nur denken zu tun, geschweige dann noch durchsetzen.
antonino

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schwizer (19. Juli 2012, 14:56)
Klar doch...

...Asylanten rein - danach darf der Steuerzahler spaeter noch Renovationskosten bezahlen! Das ganze Schweizer Asylwesen stinkt zum Himmel! Ich schlage vor man wuerde jedem der diese Politik unterstuetzt und befuerwortet einen Asylbewerber auf dessen Kosten in dessen Wohnungen unterbringenn! Und wiederum faengt man gleich beim Departementsvorsteher an!

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stargate (18. Juli 2012, 17:41)
Wieso

Wieso erteilt man die Aufenthaltsbewilligung B? Der Schuss ging wohl nach hinten los. Jetzt ist die Gemeinde selber schuld dass sie noch weitere 10 Asylanten aufnehmen muss. Hoffentlich lernt sie was daraus.

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