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Tagblatt Online, 07. September 2010 01:01:13

Eine ernüchternde Zwischenbilanz

In der Ersten Liga erfüllte bzw. übertraf nur der FC Lustenau die Erwartungen, Altach und die Austria blieben hinter diesen zurück.

Begann die Saison für den SCR Altach vielversprechend, ist die aktuelle Bilanz geradezu vernichtend. Man kann zwar nicht davon ausgehen, dass Altach als Favorit jedes Spiel gewinnt – aber einen Zwei-Punkte-Vorsprung in sieben Spielen zum Sechs-Punkte-Rückstand zu verwandeln, ist schon starker Tobak. Dabei unterlag Altach beim starken Aufsteiger St.

Andrä ebenso wie beim Direktduell bei der Admira, die das Spiel nach 1:2-Rückstand in den letzten sechs Spielminuten noch umdrehte. Die Trenkwalder-Elf hat nach neun Spielen bereits 25 Punkte auf dem Konto, Altach nur 19. So hat das nächste Spiel – das Rückspiel im Schnabelholz – bereits vorentscheidenden Charakter. Schliesslich mag es in dieser Liga nicht mehrere Ausrutscher leiden.

Gewinnt Altach gegen die Admira nicht, muss sie schon nach wenigen Spielen einem beträchtlichen Rückstand hinterherrennen.

Einen beinahe epochalen Fehlstart erlitt Austria Lustenau. Dabei hatte sich dieser geradezu abgezeichnet, enttäuschten die Austrianer in der letzten Rückrunde doch schon auf der ganzen Linie. An diese teils desolaten Leistungen knüpften die Lustenauer nahtlos an.

Immerhin wurde die Gefahr im letzten Spiel etwas gedämpft, dank Toren von Boller, Roth und Micic besiegten die Grün-Weissen die ebenfalls erfolglose Vienna. Sie bildet zusammen mit den steirischen Teams Hartberg und Gratkorn das Trio, das wohl nicht über den Überlebenskampf am Trennstrich hinaus kommen wird. Aufgrund der spielerischen Qualitäten darf man die Austria dann doch nicht zum Schwanz der Liga zählen.

Dort gehört auch der FC Lustenau nicht hin. Der FCL startete zwar auch bescheiden in die Saison, bestätigte im zweiten Spiel beim 1:1 gegen die Admira aber seinen Ruf als Favoritenschreck. Danach fing sich der FCL, er hatte eine positive Serie, die bis zum letzten Spiel – einer 0:1-Niederlage bei St. Pölten – anhielt. Der Höhepunkt dieses positiven Trends war der Derbysieg: In einem spielerisch schwachen, aber hoch spannenden Duell besiegte der FCL die Austria mit 2:1.

Gemessen am aktuellen Formstand darf davon ausgegangen werden, dass auch der FC Lustenau nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.

Remo Zollinger





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