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Tagblatt Online, 03. April 2010 01:05:19

Jugend-Europacup mit Widnauer Präsi

Wenn sich im Oktober zum Abschluss der Feldsaison die stärksten Nachwuchsspieler zum Jugend-Europacup (JEC) treffen, steht die Veranstaltung wie in früheren Jahren unter Widnauer Führung: Ruedi Fehle hat das Präsidium von Dieter Münzing (Jona) übernommen.

Conrad Aschwanden

Faustball. Der Widnauer Ruedi Fehle hat sportliche Erfahrung als Fussballer, gilt im Faustball aber als «Quereinsteiger». Seit einigen Jahren ist er als Vater zweier faustballbegeisterter Nachwuchsspieler bei vielen Anlässen als Begleiter dabei und vielfach auch als Helfer tätig. In der regionalen Faustballkommission hat Fehle vor einem Jahr die Administration beim Nachwuchs übernommen.

Vom Faustballvirus befallen, hat er sich entschieden, im Interesse der Jugend das Präsidium des JEC zu übernehmen.

Unterstützung von Reto Mähr

Unterstützt wird er im Führungstrio vom regionalen Schiedsrichterchef Reto Mähr aus Oberuzwil. Der aus Diepoldsau stammende Mähr bringt jahrelange Erfahrung mit, ist international anerkannt und gilt als Schweizer Schiedsrichter mit den meisten Spieltagen. So wurde er kürzlich für den 300. Einsatz geehrt.

Für die technischen Belange bleibt weiterhin Gerhard Strasser aus Seekirchen zuständig. Der Österreicher ist als Vereinsobmann und ausgebildeter Sportmanager die perfekte Besetzung. Der in unzähligen Funktionen ausgewiesene Fachmann gehört seit 2006 zum Führungsgremium des JEC.

Ursprung lag in Widnau

Mit der Übernahme des Präsidiums durch Fehle liegt die Verantwortung erneut im Ursprungsort dieser international wichtigen Veranstaltung.

Denn der frühere Schweizer Nachwuchsförderer Koni Hungerbühler war Jugend-Nationaltrainer und hat 1996 die Initiative zur Schaffung dieser Kontaktmöglichkeit über die Landesgrenzen hinweg ergriffen. Er führte die Veranstaltung in den ersten zehn Jahren und hat sie mit dem STV Widnau im Gründungsjahr sowie 2000 und 2005 insgesamt drei Mal in der Rheintaler Faustball-Metropole durchgeführt.

Mit der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) hatte er eine ideale Partnerin, denn dieser gehören elf Bundesländer, Provinzen und Kantone der Länder Deutschlands, Italiens, Österreichs und der Schweiz an. Allerdings fiel aber der Faustball im Jahr 2006 den Kürzungen von Arge Alp zum Opfer. Der äusserst geschätzte Bewerb sollte jedoch erhalten bleiben, und so entschlossen sich die Faustballer, ihn unter der neuen Bezeichnung Jugend-Europacup weiter laufen zu lassen.

Sinn dieser Veranstaltung ist es, die jungen Nachwuchsspieler aus den genannten Ländern im sportlichen Wettkampf zusammenzuführen und den europäischen Gedanken weiter zu fördern. Hierzu dient besonders auch die gemeinsame Abendveranstaltung.

Zukunft gesichert

Der jeweils von den besten Nachwuchstalenten bestrittene Jugend-Europacup verspricht zum Abschluss der Feldsaison im Herbst jeweils hochstehenden Faustballsport. Das Führungstrio Fehle/Mähr/Strasser wird alles daran setzen, dass diese Tradition bestehen bleibt.

Die beiden Schweizer reisten in den letzten Tagen nach Weil am Rhein, dem Austragungsort im kommenden Oktober, zu einer Besichtigung. Das örtliche Organisationskomitee überzeugte sie und unternimmt alles, um sowohl den Jugendlichen mit ihren Betreuern als auch den sportinteressierten Zuschauern optimale Möglichkeiten zu bieten.





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