Tagblatt Online, 03. Dezember 2008 01:03:47
Wie in einem Horrorfilm
Vorweihnachtszeit in Rorschachs Altstadt: Nacht vom 21./22. November: Eine zertrümmerte Schaufensterfront beim Café Niederer (Raserunfall). Eine eingeschlagene Schaufensterscheibe beim Herrenkleidergeschäft Monsieur A. Eine eingeschlagene Scheibe beim Pegelstandhäuschen am See. Im Umfeld des «Kultur»-Lokals Mariaberg liegt ein Scherbenhaufen aus Biergläsern und -flaschen. Auch volle und leere Bierflaschen liegen und stehen verstreut auf dem Trottoir. Nacht vom 28./29. November: Die grossen bepflanzten Blumengefässe neben dem «Kultur»-Lokal Mariaberg dienen nicht mehr als Abfallkübel, sondern werden in dieser Nacht zum wiederholten Mal kurzerhand zertrümmert. Nacht vom 29./30. November, 23.30 Uhr: Es ist wie in einem Horrorfilm. An die hundert Jugendliche blockieren den gesamten Strassenraum auf der Höhe Kirchstrasse 10–14. Ein Durchkommen zu Fuss oder mit dem Auto ist unmöglich, zu bedrohlich ist die Situation. Die Atmosphäre ist zum Zerreissen angespannt. Die Besatzung dreier Polizeifahrzeuge und eines Fahrzeugs der Grenzwacht kommen zum Einsatz. Liebe Rorschacherinnen und Rorschacher, dies ist ein kleiner Ausschnitt aus unserem «kulturellen» Nachtleben.
Handeln Sie endlich, Herr Stadtpräsident
Seit der Wiedereröffnung des Lokals Mariaberg haben wir an der Hauptstrasse wieder Zustände wie zu Zeiten der «Häfi-Beiz». Kein Wunder, die Betreiber des Lokals sind mehrheitlich dieselben. Vandalismus, unzumutbare Lärmimmissionen während der ganzen Nacht und Verunreinigungen jeglicher Art beherrschen wieder die Altstadt, und der Lindenplatz verkommt zum Drogenplatz. Seit über einem Jahr fordern Dutzende von Anwohnern von Ihnen, Herr Stadtpräsident, und von den Stadträten Sofortmassnahmen. Die Frist ist abgelaufen, das Mass ist voll. Handeln Sie endlich, Herr Stadtpräsident!
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