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Rheintaler, 19. August 2012, 01:14 Uhr

Über 100'000 am St.Gallerfest

St. Galler Stadtfest 2012 Zoom

Ausgelassene Stimmung auf dem Bohl. (Bild: Urs Jaudas)

ST.GALLEN. Neuer Publikumsrekord fürs St.Galler Stadtfest: Am Freitag und Samstag wurde es von über 100'000 Personen besucht. Die Ausdehnung des Festareals und die Einführung von Depot-Bechern gegen die Abfalllawine hat sich bewährt.

Reto Voneschen

Bilderstrecke: St.Gallerfest

  • St. Galler Stadtfest 2012
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An der Eröffnung des St.Gallerfests wurde am Freitagabend der neu gestaltete Gallusplatz eingeweiht. Der Stadtpräsident schlug den Zapfhahn ins Holzfass - eine alte Tradition. (Bilder: Urs Jaudas)

Die Bedingungen für das diesjährige St.Galler Stadtfest waren ideal. Entsprechend fiel die Party in der Altstadt aus, entsprechend zufrieden zeigten sich am Samstag, 23 Uhr, in einer ersten Bilanz die Verantwortlichen.

Schon wieder Publikumsrekord
2011 strömten am Freitag und Samstag insgesamt rund 100'000 Gäste ans St.Galler Fest. Bereits in diesem Jahr wird die Rekordmarke weiter nach oben geschoben: Die Organisatoren erwarten aufgrund der Zahlen vom Freitag und vom frühen Samstagabend insgesamt über 100'000 Personen. Hauptgrund für den Zustrom dürfte das ideale, die ganze Nacht über sommerlich warme Wetter gewesen sein.

Weitgehend friedlich
Wie schon 2011 sei das St.Galler Fest auch in diesem Jahr sehr friedlich verlaufen, vermeldeten Organisatoren, Stadtpolizei, Feuerwehr und Sanität. Ein wichtiger Grund dafür sei die Ausdehnung des Festareals auf den neu gestalteten Gallusplatz gewesen. Das habe «Luft» gegeben. Einige Engpässe, an denen früher übergrosses Gedränge geherrscht habe, hätten so entschärft werden können, sagte Cheforganisator Bruno Bischof in der ersten Bilanz.

Primo Inauen, Einsatzleiter der Stadtpolizei, bestätigte dies: Polizisten und Sicherheitsleute hätten bis Samstag, 23 Uhr, nur ganz vereinzelt – etwa bei Schlägereien – eingreifen müssen. Auch Lärmklagen habe es nur vereinzelt gegeben. Die Grenzwerte in diesem Bereich seien in diesem Jahr noch besser eingehalten worden als beim in dieser Beziehung schon befriedigenden Stadtfest 2011.

Wenig Arbeit für die Sanität
Eine positive erste Bilanz zog auch Feuerwehroffizier Jascha Müller. Bis Samstag, 23 Uhr, hätten die Sanitäter der Feuerwehr ebenfalls ein ruhiges Fest erlebt.

In der Nacht auf Samstag musste in elf Fällen medizinische Hilfe geleistet werden. Zwei davon seien «ernsthafter» gewesen, beim Rest habe es sich um Bagatellen gehandelt. Am Samstag, bis 23 Uhr, wurden nochmals acht Einsätze geleistet. Es habe sich hauptsächlich um Probleme wegen übermässigen Alkoholkonsums und um Schnittverletzungen gehandelt.

Insgesamt, so teilten die Verantwortlichen am Sonntag mit, betreuten und behandelten Feuerwehr und Sanität über das ganze Wochenende 40 Personen.

Neben dem St.Gallerfest musste die Feuerwehr am Samstag ein zweites Grossereignis bewältigen: Sie leistete bei der Bekämpfung eines grösseren Hausbrandes in Mörschwil Unterstützung. Dieser Einsatz dauerte am Samstag um Mitternacht immer noch an.

Kampf der Abfalllawine
Bewährt hat sich im Urteil von OK-Chef Bruno Bischof und des städtischen Informationsbeauftragten Urs Weishaupt eine zweite Neuerung: Erstmals wurde am St.Gallerfest mit Getränkebechern gearbeitet, die zwei Franken Depot kosteten. Die Rücklaufquote der Becher sei für das erste Mal befriedigend gewesen. Die Abfalllawine in Gassen und auf Plätzen habe sich dadurch erheblich verkleinert. So seien die Putzequipen am frühen Samstagmorgen sicher zwei Stunden weniger lang unterwegs gewesen als in anderen Jahren, sagte Bischof.

Glasflaschen als Problem
Ungelöst ist in den Augen der Verantwortlichen das Problem der Glasflaschen. Solche würden von Gästen in grosser Zahl ans Fest mitgebracht. Viele gingen zu Bruch – und die herumliegenden Scherben führten zu Schnittverletzungen. Da müsse man künftig Gegensteuer geben. Eine Gegenmassnahme könnte sein, dass Läden, die bis in die Nachtstunden hinein Alkohol verkauften, dies an den beiden Festtagen nur noch in unzerbrechlichen Pet-Flaschen oder in Dosen tun dürfen. Diese Massnahme hat sich beispielsweise am OpenAir-Festival im Sittertobel bewährt.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 20. August.

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