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Rheintaler, 6. August 2012, 01:37 Uhr

Ehrliche Musik, gemütliches Fest

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Die Musikgruppe Fraine hat am Samstag, an der ersten Ausgabe des Open Ear Festivals beim Jugendtreff Rondo in Brunnadern, als letzte Band auf der Bühne gestanden und das kleine, aber feine Musikfestival abgeschlossen. (Bild: Matthias Giger)

BRUNNADERN. Kevin Jaggi hat mit seiner Schwester Sabrina und seinem Kollegen Alwin Büchler beim Jugendtreff Rondo in Brunnadern das kleine, eintägige Musikfestival «Open Ear» auf die Beine gestellt. Mit der Premiere sei er mehr als zufrieden.

MATTHIAS GIGER

Die Echos, die Kevin Jaggi als OK-Chef vom Publikum am ersten Musikfestival «Open Ear» in Brunnadern erhalten hat, seien durchwegs positiv gewesen, erzählt er noch bevor die Pop-Band Fraine ihr letztes Lied anstimmen. Er sei mehr als zufrieden, die Premiere sei geglückt, auch wenn mit seiner Schätzung nach 120 Besucherinnen und Besucher etwas weniger als die erhofften 150 Eintritte verkauft werden konnten. «Es ist eben nicht einfach, ohne Werbung oder eine weitum bekannte Band bei der Erstausgabe eines Festivals schon viel Publikum anzulocken», sagt er und fügt an: «Aber den Leuten hat es anscheinend sehr gut gefallen und das ist die Hauptsache.»

Verschiedene Stilrichtungen

Konzerte organisiert Kevin Jaggi nicht zum ersten Mal, sondern monatlich in St. Gallen, wo der 28jährige Toggenburger heute wohnt. «Die erste Ausgabe des Open Ear Festivals war bis jetzt aber die grösste Veranstaltung, die ich organisiert habe», sagt er noch in freudiger Erwartung, wie der spätere Nachmittag und Abend verlaufen werden. «Alleine hätte ich das aber nie und nimmer geschafft. Mir standen meine Schwester Sabrina und Alwin Büchler zur Seite. Ausserdem helfen die Jugendlichen des Jugendtreffs Rondo und viele weitere Helfer mit. Ohne sie alle, hätte dieses Festival nicht stattfinden können», betont Kevin Jaggi. 25 freiwillige Helferinnen und Helfer standen allein am Abend im Einsatz – den Auf- und Abbau nicht eingerechnet. Das an musikalischen Stilrichtungen reiche Programm war Absicht. Es spielten die Hip-Hop-Formation rund um O.H, es gab Blues von Moaning Malone With His Rattling Bones und Sebastian Bill verlieh dem Open Ear Festival mit Folksongs von Simon and Garfunkel und anderen Helden aus jener Zeit einen Hauch von Woodstock. «Wir wollten uns bei dem Festival bewusst nicht auf eine Musikstilrichtung beschränken», sagt Kevin Jaggi. Vielmehr sei es ihr Ziel gewesen, mit dem Programm möglichst viele Leute unterschiedlichen Alters anzusprechen, was ihnen gelungen ist.

Ehrliche Musik

Ob es eine zweite Ausgabe des Open Ear Festivals gibt, das entscheidet Kevin Jaggi, nachdem er sich mit seinen beiden OK-Kollegen Klarheit über die Einnahmen verschafft habe. «Einen Gewinn müssen wir nicht erzielen, aber wenn wir die Kosten decken können, wäre das schon schön», sagt er. Zudem werde sich noch zeigen, wie die Gemeindebehörden das Festival aufgenommen haben. Deshalb hätten sie das «Open Ear» aber nicht als Unplugged-Festival ausgelegt, sondern weil das einfach ehrlichere Musik sei und sie sich so von anderen kleinen Festivals unterscheiden.

«Falls es eine zweite Ausgabe des Festivals gibt, werden wir dieses schon nächstes Jahr veranstaltet, damit es nicht in Vergessenheit gerät», blickt Kevin Jaggi voraus.



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