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Rheintaler, 16. Juli 2012, 08:12 Uhr

Siebenschläfer essen Waldtüüfeli

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Hans-Peter Dünner an der Wurstspritze stellt für die Siebenschläfer die beliebten Waldtüüfeli her. (Bild: Manuel Nagel)

BIESSENHOFEN. An der Siebenschläferparty werden die Waldtüüfeli vom Mann grilliert, der sie auch gemacht hat. Und auch wenn Hans-Peter Dünner bis frühmorgens hinter dem Grill steht, so findet der Biessenhofer doch noch Zeit für sich.

MANUEL NAGEL

Sorgfältig kippt Hans-Peter Dünner das rötliche Pulver aus der Schale in den Wurstcutter. Woraus genau das Pulver besteht, will der Biessenhofer nicht verraten. Betriebsgeheimnis! Salz und Pfeffer, so weit lässt sich Dünner in die Karten schauen, dazu viel Peperoncini. Deshalb auch die rötliche Farbe des Gewürzpulvers.

Der Wurstcutter hat schon einige Runden gedreht und das Rindfleisch ziemlich klein gehackt, als das Gewürz hinzugefügt wird – und gleich wird noch das Schweinefleisch folgen.

Waldtüüfeli frisch gewurstet

Die Würste, die Dünner da produziert, sind die Waldtüüfeli für die Siebenschläferparty vom kommenden Wochenende. Der Biessenhofer, der im Bilchenholz für das Catering zuständig sein wird, präzisiert: «Genau so werden zwar die Waldtüüfeli hergestellt, doch diese Würste sind für ein anderes Fest. Die Waldtüüfeli und die Olma-Bratwürste für die Siebenschläferparty werden wir erst am Donnerstag und Freitag herstellen.»

Die Partygänger werden also am Freitag- und Samstagabend ganz frische Würste verspeisen, sollten sie vom Tanzen und von der Waldluft Appetit bekommen.

Gutes Fleisch in den Würsten

Dünner betont, wie wichtig es sei, dass in der Wursterei frische Zutaten verwendet werden. Die Tiere für die heutigen Würste seien vor zwei Tagen geschlachtet worden, und das Fleisch, welches immer noch seine Runden im Wurstcutter dreht, stamme ausschliesslich aus der Region.

«Viele Leute haben immer noch das Gefühl, in den Würsten stecke nur Abfallfleisch», bedauert Dünner. Zumindest bei seinen Waldtüüfeli ist das nicht der Fall. Das Schweinefleisch, welches gerade dem Rindfleisch und dem Gewürz beigefügt wird, könnte man genauso gut als Braten verwenden. Gut «ausdressiert» sei es, meint der Metzger, was für den Laien so viel heisst wie «mager und ohne Sehnen».

3000 Mahlzeiten in zwei Nächten

Und wie viele dieser Waldtüüfeli werden denn von den Siebenschläfern in den zwei Nächten gegessen? «Wir gehen von rund 3000 Mahlzeiten aus», rechnet Dünner. Hamburger seien noch etwas beliebter als Würste. Von den Hackfleischscheiben im Brot dürften zwischen 1500 und 2000 Stück an den hungrigen Mann oder die Frau gebracht werden. Bei den Würsten seien es immerhin noch 1000 bis 1500.

Letzte Wurst morgens um fünf

Mit dem Wursten ist Hans-Peter Dünners Arbeit für die Siebenschläferparty nicht erledigt. Er wird persönlich am Grill stehen und für eine möglichst perfekte Zubereitung der Grilladen sorgen. Ihm dabei zur Hand gehen zwei Berufskollegen, Marco Imhof und Roger Stalder, sowie Dünners Sohn Reto. Es sei wichtig, auch am Grill Leute zu haben, die Bescheid wissen. «Wir werden mit Holzkohle grillieren. Da muss man immer wieder zur Glut schauen, damit das Feuer nicht ausgeht.»

Erfahrungsgemäss, so Dünner, sei zwischen 22 Uhr und Mitternacht und dann nochmals um 2 Uhr mit einem grösseren Ansturm zu rechnen. Nicht selten legt Dünner an der Siebenschläferparty erst um 5 Uhr morgens die letzte Wurst auf den Rost. Das Fest könne er dennoch geniessen. Man wechsle sich hinter dem Grill ab. So bleibe auch Zeit, um mit Bekannten mal ein Glas zu trinken und zu plaudern.



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