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Rheintaler, 8. August 2012, 01:37 Uhr

Fehlende Sprossen sorgen für Unmut

Badende in der Badi Arbon am ersten heissen Tag im Sommer Zoom

Ein Kraftakt ist nötig, um in Arbon auf ein Floss zu steigen. (Bild: Archivbild: Ralph Ribi)

Badegäste, die in Arbon auf ein Floss steigen wollen, brauchen starke Oberarme: Die Leitern sind alle viel zu kurz und reichen nur bis knapp unter die Wasseroberfläche. Bei der Stadt kennt man das Problem und verspricht Abhilfe.

VALENTIN SCHNEEBERGER

ARBON. Ob im Strandbad oder in der Badi Arbon: Die Szene, die sich ein paar hundert Meter vom Ufer abspielt, ist dieselbe. Mit einem enormen Kraftaufwand hieven sich Badegäste auf das Floss, um dort ein paar Minuten zu verschnaufen. Bei einigen Schwimmern der älteren Generation bleibt es beim Versuch: Ihnen fehlt die nötige Kraft, um sich an der Leiter hochzuziehen.

Schuld daran ist die Leiter selbst. Die ist nämlich viel zu kurz. Die unterste Sprosse reicht gerade mal knapp bis unter die Wasseroberfläche.

Wasserstand ist schuld

Dies war nicht immer so. Ursprünglich waren die Leitern ein paar Sprossen länger und die Besteigung der künstlichen Inseln fiel den Wasserratten – egal ob jung oder alt – kinderleicht. Doch wo sind die fehlenden Sprossen abgeblieben? Bei der Stadtverwaltung kennt man die Antwort. «Wir haben einige Sprossen entfernen lassen», heisst es dort auf Anfrage. Dies nicht etwa, um ältere Badegäste von den Flössen fernzuhalten, sondern aufgrund des sich stetig ändernden Wasserstands des Bodensees.

Lösung in Arbeit

Denn steht das Wasser einmal extrem tief – wie es in einigen Jahren mit Rekordtemperaturen schon vorgekommen ist –, bestünde die Gefahr, dass die Flossleiter auf den Seegrund trifft und kaputt geht. Um das zu verhindern, wurden die Leitern um ein paar Sprossen gekürzt. Ganz zum Leid der Badegäste.

Doch auch bei der Stadtverwaltung ist man sich inzwischen des Problems bewusst geworden und verspricht Abhilfe. «Wir sind sehr darum bemüht, zum Start der nächsten Badesaison eine Lösung für das Problem zu präsentieren», sagt Monique Trummer-Kissling, Medienverantwortliche der Stadt Arbon. Bis dahin gilt für alle Wasserratten, die Oberarme zu trainieren.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
deich (08. August 2012, 08:37)
Spriessen

Das ist nun kaum mit fehlenden Steuereinnahmen begründbar, sondern schlicht eine Nachlässigkeit der Verantwortlichen gegenüber den vielen kleinen und grossen "Wasserratten". Es fehlt nur noch die Gründung eines Arbeitskreises "Fehlende Sprossen", um diese Stadtposse noch zu verfeinern. Bald ist der Sommer zu Ende!

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