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Rheintaler, 17. August 2012, 01:34 Uhr

Im Schloss ist genug Zeit vorhanden

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Das Team der Wirtschaft zum Schloss hat seit diesem Sommer neue Auszubildende. Sie arbeiten im Service und in der Küche. (Bild: Valentin Schneeberger)

ARBON. In der Wirtschaft zum Schloss absolvieren Jugendliche eine begleitete Ausbildung. Dem Lehrbetriebsverbund «Wert-voll» zufolge ist das Schloss ein idealer Einstiegsbetrieb.

VALENTIN SCHNEEBERGER

Eine Handvoll Gäste hat sich zur Tavolata auf der Terrasse beim Schlossturm eingefunden. Die Antipasti stehen schon bereit; es gibt frische Oliven, feinen Feta und verschiedene Salate. Später folgt der Hauptgang: Danijela Sisljagic serviert Satayspiess mit gedämpftem Reis. Die 17-Jährige hat vor zwei Wochen ihre Ausbildung zur Servicefachangestellten angefangen. In der Wirtschaft zum Schloss ist sie eine von vier Lernenden, die im Schloss ihre begleitete Ausbildung absolvieren.

Weniger Zeitdruck

«Das Schloss ist ein idealer Einstiegsbetrieb für Jugendliche mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf», sagt Bettina Blättler vom Lehrbetriebsverbund «Wert-voll». Zusammen mit der Schiff Management AG (SMA), die das Restaurant im vergangenen November von der Migros übernommen hat, ist im Schloss auch die interne Bildungswerkstatt von «Wert-voll» eingezogen. Die Lernenden werden während ihrer zweijährigen Ausbildung von «Wert-voll» individuell und sozialpädagogisch begleitet. «Im Schloss profitieren sie von regelmässigen Arbeitszeiten und dem eher einfachen Aufbau der Speisekarte», erklärt Blättler. Zurzeit werden zwei junge Frauen in der Küche und zwei im Service ausgebildet. Aufgrund der reduzierten Öffnungszeiten – am Abend und an den Wochenenden bleibt das Restaurant geschlossen – stehen die Lernenden weit weniger unter Zeitdruck als in einem anderen Gastrobetrieb. Bankette und Apéros, welche ausserhalb der gewohnten Arbeitszeiten stattfinden, sind planbar und sorgen für Abwechslung.

Ein Gewinn für alle

«Unser Ziel ist es, die Jugendlichen ins Erwerbsleben zu integrieren», sagt Blättler. Damit erfülle man einen volkswirtschaftlichen Bedarf, der für alle Beteiligten einen Gewinn darstelle. Danijela Sisljagic gefällt die Arbeit im Schloss: «Wir haben genug Zeit, um zu lernen, und es macht Spass, im Team zu arbeiten», sagt die Auszubildende.



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