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Rheintaler, 9. Juli 2012, 01:33 Uhr

Laue Sommernacht mit Francine

Zoom

Stolz: Sohn am Steuer, Vater Beifahrer.

ARBON. Ebenbürtig sei das Feuerwerk der Ösis gewesen, fanden Besucher – und auch die Organisatoren stellten das erleichtert fest. 14 000 Personen kamen ans Seenachtfest, das vom Zwischenhoch profitierte und einen Gewinn abwerfen wird.

MAX EICHENBERGER

Er kann es kaum glauben. Peter Klöckler, Event-Manager des Verkehrsvereins, konsultiert noch einmal die Berichte der Wetterstationen. Und ruft um 16.30 Uhr bei der Besprechung mit seinem Vize Kaspar Hug die aktuellsten Prognosen per Handy ab. «Wir sollten ohne Regen und Gewitter durchkommen, unglaublich», zeigt sich Klöckler unter dem strahlend blauen Himmel schon fast euphorisch – nach diesem Freitag und dem angekündigten Regen am Sonntag.

Drachenboote Publikumshit

«Die Regenversicherung werden wir schon mal nicht in Anspruch nehmen müssen.» Vielmehr stellt Klöckler auf: Es gibt ein tolles Fest. «Bei dem Wetter strömen die Leute aufs Hafengelände.» Und so sollte es denn auch kommen. 8500 zahlende Besucher registrierten die Veranstalter. Hinzu kamen noch einige hundert, die bereits vor 16 Uhr auf dem Gelände waren und keinen Eintritt zu bezahlen hatten. Mit den Jugendlichen unter 14 Jahre dürften laut Veranstalter rund 14 000 Personen dem Seenachtfest beigewohnt haben. Damit wird der Verkehrsverein zumindest einen kleinen Gewinn erzielen und wieder Reserven äufnen können.

Der erstmals durchgeführte Drachenboot-Cup erwies sich als ein Publikumsmagnet und sorgte für Betrieb und Spass am Nachmittag. So freuten sich auch die Betreiber der Buden- und Verpflegungsstände über Umsatz nicht erst konzentriert in den Abendstunden. SLRG und Sicherheitskräfte hatten einen relativ ruhigen Einsatz am Seenachtfest-Samstag.

Bänke in See geworfen

Dass die Stimmung von Peter Klöckler doch nicht ganz so euphorisch war, hat nicht direkt mit dem Fest zu tun. In der Nacht zuvor hatten nämlich Unbekannte zwischen dem Fliegerdenkmal und dem alten Waschplatz Schäden an der Infrastruktur angerichtet. So sind Bänke in den See geworfen und Sachen weggekommen. Ebenso hatten einige bei einem Mischpult herumhantiert und es teilweise kaputt gemacht. «Dass solche Vorfälle mutwillig passieren, dass kann ich einfach nicht begreifen und macht betroffen», sagt Klöckler. Hundestaffeln patrouillierten in jenem weniger ausgeleuchteten Geländebereich weniger. Für die Sicherheit gebe der Veranstalter heute schon einen grossen Betrag aus. «Jetzt müssen wir uns überlegen, die Schraube nochmals anzuziehen. Doch so wird sicher der Eintritt nicht günstiger.» Darauf hatten Kommentatoren im Internet spöttelnd spekuliert, nachdem der veranstaltende Verkehrsverein Arbon und Umgebung einen günstigeren Feuerwerk-Anbieter dem bisherigen langjährigen Partner Bugano vorgezogen hatte.

Rote Herzchen

So waren denn viele der Besucher gespannt, was die Österreicher aus Tirol (Design Fireworks) zu bieten hatten. Nach rauchigem und eher verhaltenem Auftakt setzten die Choreographen zu einem Steigerungslauf an und zauberten neue Farbenbilder an den Nachthimmel. Vielleicht mit mehr Technik als Romantik, wie die Nachbarin am Quai fand. Blumen gab's jedenfalls weniger, dafür Herzchen, als Francine Jordi ihren Auftritt hatte – über Lautsprecher mit dem Jodlerklub Wiesenberg. Statt Klassik und Balladen ertönten zum Feuerwerk Mainstream-Pop (nicht nur aus Austria) und Schlager. Vielen gefiel's, weil es einfach krachte. Der laue Ostwind trieb den Rauch weg und liess so die Bilder klar zur Wirkung kommen.



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