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Rheintaler, 10. Juli 2012, 01:36 Uhr

«Würde nichts anders machen»

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Mann mit Weitblick: Martin Huber sorgte sich stets um die Zukunft der Primarschule Wilen. Daher tritt er erst neun Jahre später als ursprünglich geplant als Schulpräsident zurück. (Bild: Simon Dudle)

WILEN. Nach zehn Jahren als Präsident der Primarschule Wilen hat Martin Huber das Amt nun abgegeben. Seiner Nachfolgerin Andrea Twiddy-Walser rät er: Die Nähe zum Lehrerteam und zur Dorfbevölkerung aufrechterhalten.

SIMON DUDLE

Ursprünglich wollte Martin Huber nur ein Jahr Präsident der Primarschulgemeinde Wilen bleiben. Nun tritt er ab, nachdem er das Amt zehn Jahre lang ausgeführt hat. In den vergangenen neun Jahren war aus seiner Sicht nie der richtige Moment, um die Geschicke in andere Hände zu übergeben.

Zuerst ging es darum, die Abstimmung über die Volksschulgemeinde vorzubereiten. Als die Stimmberechtigten dieses Vorhaben bachab geschickt hatten, war für Huber klar, dass Veränderungen nötig waren. Die geleitete Schule wurde eingeführt und ein gemeinsames Sekretariat für die Wilener und Rickenbacher Schulen errichtet. Auch beim Thema Raumentwicklung musste etwas gehen, und der Neubau eines Schulhauses sowie die Sanierung des bestehenden Gebäudes wurden vorangetrieben.

Ab dem Jahr 2009 machte sich Huber Gedanken über die Nachfolgeregelung, nun kann er das Präsidentenamt guten Gewissens an Nachfolgerin Andrea Twiddy-Walser übergeben. «Wir haben derzeit keine grössere Projekte am Laufen, und ich muss nicht einen ganzen Ordner mit Pendenzen übergeben. Das war mir wichtig», sagt Huber am Tag seines Abschieds.

Mit vielen Schülern per Du

Obwohl die grossen Brocken vom Tisch sind, gibt es gemäss Huber «kleinere Projekte am Laufmeter». In die Details will er zwar nicht gehen, die Liegenschaften werden aber in den nächsten Jahren schon wieder ein Thema sein. Es gilt zu eruieren, wo Investitionsbedarf besteht, und bis im Jahr 2016 soll eine neue Heizung angeschafft werden.

Wenn Martin Huber auf «sein» Jahrzehnt an der Primarschule zurückblickt, dann spricht er von einer «schönen und auch spannenden Zeit». Die Nähe zum Lehrerteam und der Bevölkerung war ihm wichtig, und so erstaunt es nicht, dass er mit einem Drittel aller Schulkinder per Du ist. Seiner Nachfolgerin gibt er mit auf den Weg, diese Nähe aufrecht- und die Behörde schlank zu halten.

Auf die obligate Frage, was er anders machen würde, wenn er das Rad der Zeit zurückkehren könnte, sagt Huber: «Ich glaube nichts. Wir haben nie etwas gemacht, das als Fehlentscheidung zu bezeichnen wäre.» Hie und da hörte er den Vorwurf, dass die Schulbehörde nicht die schnellste sei. Dem entgegnet er: «Wir wollten nie mit dem Kopf durch die Wand und haben uns Zeit für die Entscheidung genommen.»

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Nun aber ist die Zeit reif für eine Veränderung. Der Wilener wünscht sich vor allem mehr Zeit für sich selber und seine Familie. Einen gemeinsamen Abend mit seiner Frau habe es in den vergangenen Jahren nicht mehr gegeben. Nach der täglichen Arbeit bei Bingesser Huber Elektro AG in Rickenbach arbeitete Huber am Abend und am Samstag jeweils für die Schule. Nun freut er sich darauf, die eigenen Kinder bei deren Hobbies unterstützten und begleiten zu können.



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