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Rheintaler, 17. August 2012, 01:34 Uhr

Schönheit mit vielfältiger Fauna

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Gemeindeammann Hans Matthey geht in seiner Freizeit gerne ins Märwiler Ried. (Bild: Christof Lampart)

MÄRWIL. Das Märwiler Ried ist ein Lieblingsplatz von Gemeindeammann Hans Matthey. Hier geniesst er Ruhe und Natur. Auf das Schwimmen im Weiher verzichtet er. Das Wasser ist ihm zu moorhaltig.

CHRISTOF LAMPART

So wie er mit dem Cabriolet durchs Dorf kurvt, könnte man meinen, dass Hans Matthey den Begriff «Dorfschönheiten» normalerweise anders versteht. Doch der Affeltranger Gemeindeammann denkt bei diesem Stichwort an etwas ganz anderes: ans Märwiler Ried.

Das von sanften Moränenhügeln umschlossene Plateau, welches mit dem Märwiler, Bohler und Friltschener Ried eine schöne Landschaftskammer von hohem Erholungswert darstellt, ist schon seit Jahren ein «Lieblingsplatz» des Gemeindeoberhauptes. «Ich habe schon als Lehrer hier Unterrichtsstunden abgehalten, wenn wir uns in der Schule mit dem Thema Wasser beschäftigten», erzählt Hans Matthey. Die bunten Streuwiesen, die offenen Wasserflächen und die einzeln stehenden Gehölze tragen viel zum archaischen Charme des Märwiler Rieds bei.

Durch Torfabbau entstanden

Dabei ist die Gegend nicht von kulturgeschichtlichen Eingriffen verschont geblieben. Genau gesagt entstand der heutige Weiher erst durch den Torfabbau. Als das organische Sediment im 20. Jahrhundert systematisch als Brennmaterial abgebaut wurde, drückte auf einmal das Grundwasser von unten nach oben und formte den Weiher. Torf wird zwar schon längst nicht mehr abgebaut, genutzt wird das Ried jedoch nach wie vor. «Wer möchte, kann hier baden; allerdings darf man nur bis zu den weiss-blauen Pfosten hinaus schwimmen. Dahinter liegt das Naturschutzgebiet», betont der Gemeindeammann.

Er selber war schon länger nicht mehr im Märwiler Ried schwimmen. «Dazu ist mir das Wasser zu moorhaltig. Ich geniesse die schöne Natur auf andere Art und Weise», lacht Matthey. Auch wenn das Baden im Ried erlaubt ist – die Gemeinde will keine Reklame für das sportliche Freizeitvergnügen machen. «Wer hier wohnt, kann das Ried nutzen, aber wir sind auch nicht böse, wenn die schöne Natur in Ruhe gelassen wird.» Das Märwiler Ried sei von «hohem botanischem Wert und zoologischer Bedeutung», weiss der Gemeindeammann von seiner «Dorfschönheit» zu berichten.

Seltene Pflanzen

38 seltene, gefährdete oder geschützte Blüten- und Farnpflanzen im Märwiler Ried nachgewiesen worden. Darunter auch gesamtschweizerisch gefährdete Arten wie der «Geknickte Fuchsschwanz». Besonders angetan hat es Hans Matthey die Fauna: «Im Märwiler Ried finden Naturinteressierte viele verschiedene Libellen- und Heuschreckenarten, aber auch Ringelnattern und Waldeidechsen», schwärmt er.



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