Nach der 0:3-Niederlage vor einer Woche beim FC Tuggen war auf der Aegeten Wiedergutmachung angesagt. Und dies gelang der jungen und neu zusammengestellten Truppe des FC Widnau überzeugend. Gleich in der Anfangsphase mühten sie sich, gegen die Tessiner aus Mendrisio das Spiel an sich zu reissen.
Was ihnen allerdings nicht wirklich gelang. Denn schon die erste wirkliche Chance in der siebten Minute gehörte den Gästen, als eine abgerissene Flanke von Stefano Gibellini sich über Widnau-Goalie Leo Hetzel auf die Querlatte senkte.
Ein beruhigendes 0:0 auf der grossen LED-Wand
So manch einer der 310 Fans blickte in der zwölften Minute wohl auf die grosse Anzeigetafel in Aegeten. Noch vor einer Woche waren die Lüchinger-Schützlinge zu diesem Zeitpunkt gegen Tuggen bereits 0:3 hinten gelegen. Doch diesmal leuchtete ein beruhigendes 0:0 von der LED-Tafel. Dies hinderte die Gäste jedoch nicht daran, das Kommando zu übernehmen und immer wieder das Tor von Leo Hetzel zu attackieren. Doch entweder parierte der junge Blau-Weiss-Goalie die auf ihn kommenden Bälle oder die Schüsse und Kopfbälle der Tessiner strichen über die Latte oder am Tor vorbei.
Bis zur 31. Minute, als Ricardo Rossini an der linken Strafraumecke unbedrängt zum Abschluss kam und einen Schuss zeigte, der sich für Leo Hetzel unerreichbar ins rechte obere Kreuzeck senkte. Die Widnauer mussten danach froh sein, ohne weiteres Gegentor in die Pause gehen zu können. In die Halbzeitpause, in der FCW-Trainer Andreas Lüchinger seinen Jungs die Devise vorgab, schneller und mutiger zu spielen. Was auch gelang. Denn auf einmal lief zwischen den Blau-Weissen das gewohnte Kurzpassspiel. Alles, was zunächst noch fehlte, waren die gefährlichen Abschlüsse. Zumal Mendrisio-Goalie Thomas Candeloro eine fehlerfreie Leistung bot.
Zusätzlicher Schwung im Widnauer Angriffsspiel
Mit der Einwechslung der offensivstarken Alessio De Simeis, Ceyhun Tüccar und Yasir Mihci kam dann zusätzlicher Schwung in das Angriffsspiel der Einheimischen. Dies führte in der 68. Minute zu einem Zuspiel von Noah Thönig vom rechten Strafraumbereich auf den in der Mitte heranstürmenden Mihci. Dieser konnte den Ball aber nicht an Mendrisio-Rückhalt Candeloro vorbeibringen. Fünf Minuten später war es dann endlich soweit. Wieder war es Mihci, der von der linken Aussenbahn kommend mit dem Ball am Fuss in den gegnerischen Strafraum eindrang und entlang der Aussenlinie in die Mitte vorpreschte, ehe er von einem Mendrisio-Verteidiger abgeräumt wurde.
Dies zog einen Penalty nach sich, der von Lirim Shala in die linke Torecke verwandelt wurde. Damit war das gerechte Unentschieden fixiert. Beide Teams hatten anschliessend noch mehrere Grosschancen, die sie aber nicht verwerteten. Es blieb bis zum Schluss spannend.
Nach dem Spiel zeigte sich FCW-Trainer Andreas Lüchinger im Grossen und Ganzen zufrieden. Der Übungsleiter bemängelte allerdings, dass sein Team in der ersten Halbzeit nicht geradliniger und gefährlicher aufgetreten war. Und er bedauerte, dass trotz der vorhandenen Gelegenheiten für Widnau kein zweites Tor gefallen war.
1:1 gegen Mendrisio: Der erste Punkt der Saison ist in der Sammelbüchse