An der Delegiertenversammlung des Zweckverbands Kehrichtverwertung Rheintal (KVR) vom Donnerstag, 19. März, im ri.nova in Rebstein, genehmigten die Delegierten die Jahresrechnung 2025 und nahmen die weiteren Vorhaben zustimmend zur Kenntnis. Der Zweckverband Kehrichtverwertung Rheintal zeigte dabei auf, dass er zentrale Themen mit Weitblick anpackt und seine Infrastruktur gezielt weiterentwickelt.
Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 926'576 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von rund 863'705 Franken. Das Eigenkapital beläuft sich neu auf knapp 2,8 Millionen Franken. Trotz des höheren Fehlbetrags bleibt der Verband auf solider Basis handlungsfähig. Verwaltungsratspräsident Alex Arnold erklärt den Delegierten:
Wir investieren gezielt in Grundlagen, Strukturen und Planung. Das stärkt unsere Entsorgungssicherheit auf längere Sicht.
In diesem Zusammenhang dankte Alex Arnold dem Geschäftsführer Boris Schedler und den Mitarbeitenden für den grossen Einsatz und die umsichtig geleistete Arbeit im vergangenen, anspruchsvollen Jahr.
Entwicklung in richtige Richtung
Die Hauskehrichtmenge war im Jahr 2025 mit 13'983 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (13'877 Tonnen) fast gleichbleibend. Die geringfügige Zunahme der Gesamtmenge des Hauskehrichts ist auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen. Gleichzeitig sank die Kehrichtmenge pro Einwohnerin und Einwohner von 169,3 auf 167,6 Kilogramm. «Die Entwicklung zeigt in die gewünschte Richtung», sagt Alex Arnold.
Der Verband wertet die Pro-Kopf-Reduktion als Hinweis darauf, dass sich die Sensibilisierung und laufenden Optimierungen in der Entsorgung auszahlen. Beim Kehricht aus Gewerbe und Industrie verzeichnete der Verband eine Zunahme. Die Menge stieg auf rund 227 Tonnen und lag damit über dem Vorjahr. «Solche Schwankungen hängen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Betriebe ab», sagte Alex Arnold. Insgesamt bewege sich dieser Bereich weiterhin in einem überschaubaren Rahmen.
435 Unterflursysteme in Betrieb
Ein weiterer Schwerpunkt des KVR bleibt die Deponie Lienz. Dort wurden die organisatorischen und planerischen Arbeiten neu geordnet. Im laufenden Jahr sollen die Grundlagedokumente überarbeitet werden, um die neurechtliche Betriebsbewilligung zu erreichen. Gleichzeitig wurde für den Deponiekörper Typ D (Schlacke) ein Moratorium von voraussichtlich drei bis fünf Jahren beschlossen. Damit will der Verband das Gleichgewicht innerhalb der Deponie sichern und zusätzliche bauliche Kosten vermeiden.
Zwar entfallen dadurch Einnahmen von rund 120'000 Franken, zugleich schafft der KVR damit Voraussetzungen für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Gut voran kommt der Verband auch beim Ausbau der Unterflursysteme. Ende 2025 waren im Verbandsgebiet bereits 435 Anlagen in Betrieb. Damit wird die Entsorgung für Bevölkerung und Gemeinden laufend einfacher, sauberer und effizienter. Verwaltungsratspräsident Alex Arnold fasste es so zusammen: «Wir sind auf gutem Weg. Schritt für Schritt entwickeln wir unsere Infrastruktur weiter und schaffen verlässliche Lösungen für die Gemeinden und die Bevölkerung.»
167,6 Kilogramm Abfall pro Kopf: Die Kehrichtmenge 2025 ist leicht rückläufig