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Ab wann brauchen Kinder ihr eigenes Konto?

In der Serie «Liebi KB, wie isch da eigentlich?» beantworten SGKB-Mitarbeitende Alltagsfragen rund ums Geld. Aktuell: Ab wann brauchen Kinder ihr eigenes Konto?

Von pd
aktualisiert vor 51 Minuten

Den einen, perfekten Tag für das erste eigene Konto gibt es nicht. Kinder entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo. Während die eine mit acht Jahren schon eifrig Preise vergleicht, interessiert sich der andere mit zehn noch kaum für Zahlen. Sicher ist aber: Das erste Konto ist weit mehr als nur ein Aufbewahrungsort für Geld. Es ist ein wertvolles Lernwerkzeug, um frühzeitig finanzielle Verantwortung zu übernehmen und den bewussten Umgang mit Geld zu lernen. 

 

Warum ein eigenes Konto?

Wir leben in einer zunehmend bar geldlosen Welt. Ein Wisch auf dem Smartphone und der Einkauf ist erledigt. Ein eigenes Konto macht diesen abstrakten Prozess transparent. Ob Sackgeld, das Geldgeschenk zum Geburtstag oder der erste Lohn vom Ferienjob: Mit dem eigenen Konto wird Geld greifbar – auch wenn es digital ist. Kinder lernen, Einnahmen und Ausgaben zu überblicken, ihr eigenes Geld zu verwalten und für eigene Wünsche zu sparen.

 

 Ab welchem Alter ist ein Konto sinnvoll?

  • Bis zum Schulstart (0 bis 5 Jahre): Das Sparen steht in den ersten Jahren im Vordergrund. Ein erstes Konto – z. B. für Geldgeschenke zur Geburt – ist bei der St.Galler Kantonalbank bereits möglich.
  • Ab der Primarschule (ca. 6 Jahre): Erstes eigenes Geld wird gesammelt, und mit dem regelmässigen Sackgeld wächst oft auch der Wunsch nach dem ersten eigenen Konto – allenfalls bereits mit eigener Bezahlkarte.
  • Start Ausbildung / weiterführende Schule: Der erste Lohn fliesst, und das Smartphone wird zum Portemonnaie. Ob Kino mit Freunden, Online-Shopping oder das schnelle Bezahlen via TWINT: Spätestens jetzt wird ein Konto unverzichtbar.

 

Gut zu wissen:

Viele Banken bieten Konten bereits ab sehr frühem Alter an. Die St.Galler Kantonalbank geht mit dem Konto «SGKB You» noch einen Schritt weiter: Es kann bereits ab der Geburt eröffnet werden, wächst mit und passt sich so den Bedürfnissen des Kindes bis ins Erwachsenenalter flexibel an.

 

Sackgeld-Apps und die Rolle der Eltern

Ein eigenes Konto bedeutet für Kin der Freiheit – für Eltern erfordert es Vertrauen. Sackgeld-Apps wie beispielsweise «MiniBank» der St.Galler Kantonalbank schlagen hier eine Brücke. Kinder können selbstständig ihre Finanzen verwalten und, sich eigene Sparziele und Budgets setzen, während die Eltern im Hintergrund die Übersicht behalten, Einblick in die Kontobewegungen haben und nötige Limiten setzen. Das wichtigste Werkzeug bleibt jedoch der offene Dialog zu Hause über den Wert und die (sinnvolle) Nutzung von Geld.

 

Fazit:

Das eigene Konto ist der Startschuss in die finanzielle Selbstständigkeit. Sobald regelmässig Geld fliesst (z. B. dank Geldgeschenken zu Weihnachten), lohnt sich das erste eigene Konto schon sehr früh – vorausgesetzt, Sie begleiten Ihr Kind aktiv auf diesem Weg.