«Mit Veri verlässt uns ein Kabarettist, der in den letzten 20 Jahren die Kleinkunstbühnen mit seinen träfen Sprüchen, überraschenden Pointen, seiner Schlagfertigkeit und seinen humoristischen Analysen aus der Welt von Politik und Gesellschaft geprägt hat», sagte René Wuffli, Präsident des Diogenes Theaters, in seiner Begrüssung. «Er hat politisches Kabarett gemacht, mit grossem Respekt vor seinem Publikum.»
Diesem Anspruch wurde Veri auch in seinem 19. Jahresrückblick gerecht: Er zeigte noch einmal, dass er ein Meister dieses Genres und ein sehr kritischer Betrachter des Weltgeschehens ist. Seine Texte waren witzig, träf, frech, laut und immer auf den Punkt gebracht. Und sein Resümee aus all den Jahren, in denen er den Politbetrieb, insbesondere den eidgenössischen, parodierte: Die Politik ändert sich in ihren verschiedensten Unsinnigkeiten nicht, nur die Propagandisten kommen und gehen und machen dort weiter wo die andern aufgehört haben.
Standing Ovation zum Abschied
Im Diogenes spielte Veri seine drittletzte Vorstellung; diese Woche verabschiedet er sich in seiner Heimat, in Sursee, von seinem Publikum mit einer Dernière – oder, um es mit den Worten von René Wuffli zu sagen, es ist dann endgültig «Fertig luschtig». Man merkte es dem Diogenes-Publikum an: Es wird ihn vermissen, der langanhaltende Applaus und die Standing Ovation waren Dank und Anerkennung zugleich für seine lange Karriere auf der Bühne.
Abschied des Polit-Kaberettisten: Veri zum letzten Mal im Diogenes Theater