Neben den ordentlichen Vereinsgeschäften – alle Traktanden wurden genehmigt – blickte Präsident Thomas Stadelmann auf aktuelle verkehrspolitische Themen. Mit Blick auf das Bundesprojekt «Verkehr ’45» betonte er die Bedeutung einer langfristigen Planung der Verkehrsinfrastruktur. Leistungsfähige Verkehrswege blieben für Bevölkerung und Wirtschaft auch künftig unverzichtbar. Für die Ostschweiz sei das Projekt «Dritte Röhre Rosenbergtunnel samt Spange Güterbahnhof» von zentraler Bedeutung.
«Mehrere Technologien führen zum Wandel»
Unter dem Titel «Dekarbonisierung der Strasse: Wohin geht die Reise?» sprach Martin Osterwalder, Co-CEO der Osterwalder Gruppe, über die Herausforderungen der Energiewende im Verkehrssektor. «Auch ich weiss leider nicht, welche die richtige Zukunftstechnologie ist», sagte er zu Beginn seines Referats. Klar sei jedoch, dass die Mobilität langfristig weg von fossilen Energieträgern müsse. Gemäss Osterwalder wird der Wandel nicht durch eine einzelne Technologie gelingen. Neben batterieelektrischen Antrieben seien auch Wasserstoff, synthetische Treibstoffe, Biogas oder Methanol mögliche Bausteine einer klimaneutralen Mobilität.
Besonders wichtig sei deshalb Technologieoffenheit. Die Anforderungen an Personenwagen, Lastwagen, Schiffe und Flugzeuge seien zu unterschiedlich, um alles auf eine einzige Antriebstechnologie auszurichten. Gleichzeitig verwies Osterwalder auf die Herausforderungen bei der Stromversorgung und Speicherung von Energie. Der Umbau des Energiesystems werde Zeit benötigen und könne nur mit praxistauglichen Lösungen gelingen. «Es darf kein Verbot für Technologien geben», sagte er. «Technologieoffenheit ist enorm wichtig.»
ACS St. Gallen/Appenzell diskutierte über die Mobilität von morgen