Der Post-Förderpreis 2026 geht an die IG Schlittelstrecke Bühler im Kanton Appenzell Ausserrhoden und an die Luftseilbahn Niederbauen AG im Kanton Nidwalden.
Winterwanderwege sind eine attraktive Ergänzung des Wintersportangebots und gewinnen besonders in Bergdestinationen immer mehr an Bedeutung, schreibt die Post in der Medienmitteilung. Bereits heute seien über 80 Prozent der rund vier Millionen Wanderinnen und Wanderer in der Schweiz ganzjährig unterwegs. Dank der offiziellen pinkfarbenen Markierungen der Winterwanderwege können sich die Wandernden unterwegs leicht orientieren und sich auf kontrollierte, präparierte Pfade verlassen. Gleichzeitig werden Wildtiere durch die Kanalisierung der Outdooraktiven vor für sie lebensbedrohlichen Störfaktoren geschützt.
Signalisationsmaterial und Montage sind teuer
Die Wintersignalisation in Pink wird bereits seit Mitte der 1990er-Jahre empfohlen. Formell geregelt ist sie allerdings erst seit 2020, als der Leitfaden für die Planung, die Markierung und den Betrieb von Winter- und Schneeschuhwanderwegen vom Bundesamt für Strassen (Astra), von SchweizMobil und den Schweizer Wanderwegen publiziert wurde. Daher befindet sich die einheitliche Kennzeichnung der Winterpfade vielerorts noch im Aufbau.
«Den Betreiberinnen und Betreibern fehlt jedoch oft das Geld für das Signalisationsmaterial und die Montage der Schilder», sagt Samuel Sigrist, Projektleiter beim Verband Schweizer Wanderwege und Mitglied der Fachjury. Hier setzt der Post-Förderpreis gemäss Sigrist an:
Ausgezeichnet werden Winterwanderwegprojekte, die für den langfristigen Betrieb angelegt sind und eine breite Zielgruppe ansprechen, die aber eine Finanzierungslücke aufweisen.
Ausgewählt wurden dieses Jahr zwei Projekte in Bühler und am Niederbauen NW. Sie profitieren von Unterstützungsbeiträgen von insgesamt 12’500 Franken.
Neue Signalisation im Winterwunderland
Die Interessengemeinschaft Schlittelstrecke Bühler hat sich zum Ziel gesetzt, in den Wintermonaten eine Schlittelpiste zu betreiben und der Bevölkerung attraktive Winterwanderwege zur Verfügung zu stellen. Die Wanderstrecke zwischen Steigbach und Hohe Buche in der Gemeinde Bühler, die vom Rheintal her übers Gaiserbähnli erreichbar ist, existiert bereits seit 2017. Zwei Jahre später wurde der Winterwanderweg bis nach Blatten in Speicher verlängert.
«Obwohl der Weg sehr beliebt ist, fehlte bis anhin eine professionelle Beschilderung», sagt Peter Freund, Präsident der IG Schlittelstrecke. Die für die Signalisation benötigten 4500 Franken stellten den Verein vor eine Herausforderung. Dank der Finanzierung durch den Post-Förderpreis kann das Signalisationskonzept umgesetzt werden. «Die Präparierung des Wegs und alle weiteren Arbeiten rund um das Angebot erfolgen im Ehrenamt – da steckt viel Herzblut dahinter. Diesem Umstand wollten wir Rechnung tragen», begründet Samuel Sigrist die Wahl.
Der Winterwanderweg hat eine Länge von sechs Kilometern und verläuft abschnittweise auf dem Themenweg «Rond om Bühler». Auf dem höchsten Punkt der Wanderung, auf 1130 m ü. M., besticht ein wunderbarer Blick auf den Alpstein. An klaren Tagen reicht die Sicht gar bis zum Bodensee und zu den Gipfeln der Innerschweiz. Der Weg eignet sich auch für wenig erfahrene Wandernde und Familien im Winterwunderland.
Ausgezeichneter Wanderweg: Pinkfarbene Tafeln weisen den Weg im Winterwunderland