Mehrere Wochen dauern die Abbrucharbeiten nun schon. Mit schwerem Gerät wird die Turnhalle komplett entkernt. Überall Staub und Lärm. Mehrere Bagger hämmern sich durch den Bodenbelag der Halle. Ein Band befördert Schutt aus den Umkleidekabinen im Obergeschoss direkt auf den Schuttberg in der Turnhalle. Raupenfahrzeuge bringen diesen nach draussen in die bereitgestellten Mulden. Auch in luftiger Höhe herrscht emsiges Treiben. Mitarbeitende des Abbruchunternehmens bauen mithilfe von Hebebühnen die heruntergehängte Decke und die darin verborgenen Installationen zurück. Dahinter kommen die massiven Stahlbetonträger mit einer Höhe von 1,6 Metern zum Vorschein, welche das darüberliegende Parkdeck tragen.
Nicht alles muss entsorgt werden
Kaum etwas erinnert mehr an den Sportbetrieb oder das gesellige Zusammensein. Dies schafft Platz für Neues. Das Alter des Innenausbaus und der technischen Installationen geht mehrheitlich auf die Entstehungszeit der Halle Anfang der 80er-Jahre zurück. Turngeräte, technische Einrichtungen und Installationen, welche noch genügend fit sind und den heutigen Ansprüchen genügen, werden weiterverwendet. Dies senkt nicht nur Kosten, sondern trägt auch zur Entlastung der Ökobilanz bei, wie die Gemeinde mitteilt. Auch das bisherige Mobiliar wird nicht einfach weggeschmissen. Hunderte von Stühlen und zahlreiche Tische sind im Foyer vorerst zwischengelagert. Sie werden Anfang Juni zu einem symbolischen Preis an die Bevölkerung sowie an einheimische Institutionen und Firmen abgegeben.
Zeitplan und Kostenvorgabe eingehalten
Die Investitionen belaufen sich auf 8,3 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer und Reserve mit einer Ungenauigkeit von rund drei Prozent. Gemäss aktuellem Baukostenstand liegen die bereits getätigten Ausgaben bei rund 4,6 Millionen Franken und somit im Plan. Die Gemeinde müsse möglicherweise die eingeplanten Reserven antasten, wie sie schreibt. Die vom Kanton reduzierten Beiträge würden die Sanierungskosten weniger stark entlasten als vorgesehen. Die Arbeiten seien aber im Zeitplan. Dieser sieht die beiden letzten Sanierungsetappen mit der Turnhalle und dem Feuerwehrtrakt von Frühling bis Winter 2026 vor.
Bagger statt Turnende: Der Sporthalle wird ein zweites Leben geschenkt