Vernissage vor 1 Stunde

Bankhaus setzt mit einer Kunstausstellung kreative Impulse

In Widnau sind Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen von Katharina Bierreth-von Hartung zu sehen. Sie verbindet Bronze, Papier und Bewegung.

Von Susi Miara
aktualisiert vor 1 Stunde

Kunst und Bank – diese Verbindung ist in Widnau längst selbstverständlich. Bereits zum 22. Mal präsentierte die Raiffeisenbank Mittelrheintal in ihrer Geschäftsstelle in Widnau gemeinsam mit dem Kulturverein Widnau eine Kunstausstellung in ihren Räumen. Der Vorsitzende der Bankleitung, Thomas Haas, durfte etwa 100 kunstinteressierte Gäste begrüssen und zeigte sich stolz über die langjährige Zusammenarbeit. «Einzig in der Corona-Pandemie mussten wir eine Pause einlegen. Sonst ist die Ausstellungsreihe ein fester Bestandteil unseres kulturellen Engagements», sagte Haas.

Auch Sven Rieser, Präsident des Kulturvereins, zeigte sich erfreut, mit Katharina Bierreth-von Hartung eine äusserst vielseitige und spannende Künstlerin gewonnen zu haben.

Äusserst vielseitige Künstlerin

Die in Mauren (FL) lebende Künstlerin verbindet in ihren Arbeiten Skulptur, Zeichnung und Bewegung auf eine eindrucksvolle Weise.

Bereits der Empfang im Foyer setzte den Ton des Abends. Jazzige Klänge von Sandro Heule (Bass), Rafael Frei (Saxofon) und Sören Dokter (Piano) schufen eine Verbindung zwischen Musik und bildender Kunst. Die Gäste konnten sich gleichzeitig und unmittelbar einen ersten Eindruck von den ausgestellten Werken verschaffen.

Bis an die Grenze des Machbaren

Ein Höhepunkt war die persönliche Führung von der Künstlerin selbst. Ausführlich erklärte Bierreth-von Hartung ihre Arbeitsweise. Sie sprach von Hohlkörpern in filigranen Bronzehüllen, bei denen sie bewusst «bis an die Grenze des Machbaren» gehe, über kleine Bronzeunikate bis hin zur eindrucksvollen Kopf-Serie. Letztere entstand aus der Idee eines Tanzworkshops und zeigt unterschiedliche Kopfhaltungen als Ausdruck von Bewegung und Emotion. Ein weiteres Markenzeichen ihres Schaffens sind die Reliefbilder, bestehend aus Gipsnegativen auf Seidenpapier, sowie Tuschezeichnungen, die Tanzsequenzen festhalten.

Diese entstanden während einer Tanzsession. Die charakteristischen doppelten Linien ergeben sich durch gleichzeitiges Zeichnen mit Pinsel und Feder. Durch die bewusste Verschiebung der Körperformen entsteht ein Eindruck von Bewegung und Dynamik.

Die Ausstellung in der Raiffeisenbank Mittelrheintal ist noch bis Ende Februar während der regulären Öffnungszeiten zu besichtigen.

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