Gemeindefinanzen vor 5 Stunden

Berneck schliesst 2025 deutlich besser ab als geplant – Steuerfuss soll gleich bleiben

Die Jahresrechnung 2025 der politischen Gemeinde Berneck schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 632'990 Franken ab. Die Besserstellung gegenüber dem budgetierten Aufwandüberschuss von 2'657'642  Franken beträgt somit fast 3,3 Mio. Franken.

Von gk/red
aktualisiert vor 5 Stunden

Die Besserstellung von rund 3,3 Mio. Franken begründet der Gemeinderat im Wesentlichen mit Mehreinnahmen aus den Nachzahlungen von Steuern aus den Vorjahren (577'000 Franken über Budget), den Grundstückgewinnsteuern (693'000 Franken über Budget), den Quel¬lensteuern (170'000 Franken über Budget), den Handänderungssteuern (320'000 Franken über Budget), den Grundsteuern (75'000 Franken über Budget), der Besserstellung der Schulen von 219'865 Franken, den Minderkosten der wirtschaftlichen Sozialhilfe (69'530 Franken unter Budget) und des Asylwesens (129'277 Franken unter Budget) sowie diversen Minderausgaben in verschiedenen Kontogruppen.

Steuerfuss soll bei 92 Prozent bleiben

Das Budget 2026 sieht ein Defizit von 2,574 Mio. Franken vor. Trotz den nicht mehr enthaltenen Projektkosten für die Weiterbearbeitung der Entwicklung des im Finanzvermögen geführten Blattacker-Areals von 300'000 Franken ist das budgetierte Defizit gegenüber dem Vorjahr nur leicht tiefer. Dies begründet sich im Wesentlichen mit dem stark gestiegenen Finanzbedarf 2026 der Oberstufe Mittelrheintal (+ 329'500 Franken) und der Primarschule Au-Heerbrugg (+ 72'500 Franken). Der Gemeinderat geht trotz erwarteter Besserstellung davon aus, dass der Rechnungsabschluss im 2026 negativ sein wird. 

Der negative Rechnungsabschluss ist mit einem Bezug aus der Reserve von 9,56 Mio. Franken zu decken. Der Finanzplan 2025 bis 2029 zeigt, dass bei 92 Steuerprozenten die Reserve schrittweise bis 2029 auf 5,4 Mio. Franken reduziert wird. In Übereinstimmung mit der Geschäftsprüfungskommission will der Gemeinderat den Gemeindesteuerfuss für das Jahr 2026 deshalb und mit Berücksichtigung der bevorstehenden Investitionen unter anderem im Rahmen der Schulraumplanung, der Entwicklung des Zentrums im Städtli und der Turnhalle Stäpfli bei 92 Steuerprozenten beibehalten.

Zentrum im Städtli

Die Erfolgsrechnung 2025 des Zentrums im Städtli schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 88'263 Franken ab (Budget 2025: Aufwandüberschuss von 13'000 Franken), der in die Reserve eingelegt wird. Der höhere Ertragsüberschuss entstand im Wesentlichen aufgrund des um rund 100'000 Franken höheren Betriebsertrags vor allem aufgrund der sehr guten Auslastung der Zimmer, der teilweise fast lückenlosen Nachbesetzung von frei gewordenen Zimmern und weniger Todesfällen im 2025. Die Erfolgsrechnung 2026 sieht einen Aufwandüberschuss von 1500 Franken vor. Die Verschuldung per 31.12.2025 gegenüber dem Gemeindehaushalt beträgt 371'575 Franken.

Elektrizitätsversorgung

Die Erfolgsrechnung 2025 der Elektra schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 319'723 Franken nach ordentlichen Abschreibungen ab. Die Nettoinvestitionen betrugen im 2025 total 451'388 Franken (Budget 2025: 1'351'500 Franken). Die Elektra Berneck ist beim Gemeindehaushalt mit 2'128'054 Franken verschuldet. Die Erfolgsrechnung 2026 sieht einen Einnahmenüberschuss von 466'800 Franken vor. Im Budget 2026 sind Investitionen von 2'694'000 Franken geplant. Die ordentlichen Abschreibungen werden auf 317'900 Franken veranschlagt.

Wasserversorgung

Die Erfolgsrechnung 2025 der Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 531'216 Franken nach ordentlichen Abschreibungen ab. Die Nettoinvestitionen betrugen im 2025 total 247'350 Franken (Budget 2025: 512'000 Franken). Die Wasserversorgung ist beim Gemeindehaushalt mit 7'684'099 Franken verschuldet. Die Erfolgsrechnung 2026 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 435'800 Franken. Im Budget 2026 sind Investitionen von 651'500 Franken geplant. Die ordentlichen Abschreibungen werden auf 89'000 Franken veranschlagt.

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