Das 2024 erlassene Gesamtverkehrskonzept nennt Massnahmen, um den motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den öffentlichen Verkehr (ÖV) zu verlagern. In diesem Zusammenhang hat die Standeskommission die Ergebnisse der Ortsbus-Prüfung beraten. Der Entscheid ist gefallen: Der Kanton verfolgt die Variante «Verstärkung PubliCar» weiter. Ziel ist ein flexibles, bedarfsorientiertes Angebot mit gutem Kosten-Nutzen-Verhältnis.
So funktioniert das neue Angebot
Die Variante «Verstärkung PubliCar» baut das bestehende Rufbus-System gezielt aus. Künftig verkehren die Fahrzeuge nicht nur frei auf Bestellung, sondern zusätzlich auf definierten Routen im Dorf und in angrenzenden Gebieten. Das Angebot bleibt bedarfsorientiert: Gefahren wird nur, wenn eine Fahrt gebucht wird. Neu werden diese Verbindungen aber im Fahrplan sichtbar sein, zum Beispiel in den gängigen ÖV-Apps. Das schafft Orientierung und erleichtert die Nutzung. Für die Bevölkerung besonders wichtig: Auf ausgewählten Strecken im Ortsgebiet soll der heutige Zuschlag entfallen. Fahrgäste bezahlen dort nur noch den regulären Tarif.
Konkreter Nutzen für die Bevölkerung
Mit dem Ausbau verbessere sich die Erschliessung im Dorf spürbar, schreibt die Standeskommission. Quartiere wie Rinkenbach oder Forren würden besser angebunden. Gleichzeitig wird der Zugang einfacher: Verbindungen sind sichtbar, einfach digital sowie telefonisch buchbar und preislich attraktiver.
Das Volkswirtschaftsdepartement erhält den Auftrag, den Ausbau voranzutreiben. Geplant ist ein Versuchsbetrieb über drei Jahre ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026. Bis im Sommer soll die Finanzierung mit dem Bund und den beiden Bezirken Appenzell und Schwende-Rüte geregelt werden.
Bessere Erschliessung: Innerrhoden plant dreijährigen Versuch mit verstärktem PubliCar