Nach nur einem Jahr erlebte Bettina Hutter 2020 die grösste Herausforderung ihrer Präsidialzeit. Das Coronavirus hatte sich kurz vor der 31. Durchführung gefährlich breitgemacht und das OK stand vor der bangen Frage, ob der Swisscup in letzter Minute abgesagt werden muss. Die Gesundheitsbehörden erlaubten die Durchführung unter rigorosen Sicherheitsvorschriften allerdings. So mussten Desinfektions-Dispenser angeschafft und Richtlinien zum korrekten Händewaschen publiziert werden.
Das Händewaschen führte zu einem erstaunlichen Effekt: Die Läuferinnen und das Publikum benutzten so viel Handwaschseife, dass der Schaum aus den Lavabos hervorquoll und mühsam abgeschöpft werden musste. Ein Jahr später, in der zweiten Coronawelle, gab es dann gar keinen Wettkampf – was aber den organisatorischen Aufwand im Vorfeld kaum reduzierte. 2022 konnte Hutter dann wieder einen eintägigen Anlass ausschreiben und diesen in den letzten vier Jahren wieder zu seiner früheren Grösse führen. Eine Nachfolge für die scheidende Präsidentin gibt’s indes noch nicht.
Zusammen mit Bettina Hutter sind auch Speaker Christof Steger und Musikoperateur Martin Schafhäutle aus dem OK zurückgetreten. Alle Synchronlaufenden kennen Stegers sympathische Stimme – er führte während sage und schreibe 24 Jahren vielsprachig und eloquent durch den Wettkampf. Weniger im Rampenlicht, aber mit Unterbrechungen sogar 25 Jahre, sass Schafhäutle am Musikpult und legte für jedes Team die Musik auf. Beide waren all die Jahre verantwortlich für den reibungslosen Ablauf von Training und Wettkampf. Und beide arbeiteten am Swisscup vom letzten Wochenende ihre Nachfolger ein.
Bettina Hutter hat ihren letzten Swisscup als OK-Präsidentin hinter sich