Wer die Werke von Christoph Fuchs (Bild) zum ersten Mal sieht, muss schmunzeln. Kuhhintern, gemeisselt in Stein und Holz, mal rustikal-derb, mal elegant-filigran – und immer mit einer Portion Appenzeller Humor. Der Künstler nennt sie «Chuäfödlä», und sie sind längst sein Markenzeichen geworden. Fuchs ist im Kanton Zürich aufgewachsen, hat aber im Appenzeller Vorderland seine wahre Heimat gefunden. Schon als Kind verbrachte er prägende Jahre bei seinen Grosseltern in der Göbsi bei Haslen – das Appenzellerland liess ihn seither nicht mehr los. Nach einer Ausbildung zum Hochbauzeichner und Auslandsaufenthalten in den USA und Südamerika wandte er sich der Bildhauerei zu, bildete sich weiter und wurde freischaffender Künstler mit Ausstellungen im In- und Ausland.
Die Geburtsstunde der «Chuäfödlä» schlug 2008: Christoph Fuchs war an die Art Herisau eingeladen, dem Leitthema «Alpstein» verpflichtet. Da erinnerte er sich an die Viehschauen, die in vielen Appenzeller Dörfern stattfinden. Kühe, geduldig und fast schon militärisch aufgereiht, warten dort auf die Begutachtung durch Experten. Die Besucher bestaunen sie meist von hinten – vielfältig und doch jede anders. Dieses Bild hatte es Fuchs angetan, und die Idee war geboren. Die «Chuäfödlä» begeisterten Menschen in aller Welt. Sie stehen bei Heimwehappenzellern, in Museen und privaten Sammlungen rund um den Globus. Nun kehren sie gewissermassen nach Hause zurück: Im Garten und in der Galerie des Hauses zur alten Sonne in Eichberg präsentiert Christoph Fuchs eine Auswahl seiner Werke – darunter «Chuäfödlä» sowie andere Werke.
An der Vernissage malt Christoph Fuchs live auf kleinen Leinwänden – zum Beispiel ein «Chuäfödlä» oder ein anderes Motiv. Die fertigen Zeichnungen können die Besucher anschliessend selbst mit Aquarellfarben ausmalen. Jedes Bild wird lackiert und für einen geringen Betrag verkauft.
Christoph Fuchs bringt Kunst mit Appenzeller Hintersinn nach Eichberg