Auch wenn dieses Ergebnis vorwiegend durch einmalige Effekte erreicht worden sei, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt, und das Budget 2026 wiederum von einem Defizit ausgeht, soll vorerst auf eine weitere Steuerfussanpassung verzichtet werden.
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde schliesst deutlich besser ab als budgetiert. Bei einem geplanten Gesamtaufwand von 28'611'685 Franken wurde im Budget von einem Aufwandüberschuss von 3'026'345 Franken ausgegangen. Die nun vorliegende Erfolgsrechnung 2025 weist nur einen Aufwandüberschuss von 121'700 Franken aus. Damit liegt das Ergebnis um 2'904'645 Franken besser als budgetiert.
Der Finanzbedarf der Schulen lag um knapp 1,3 Mio. Franken unter dem budgetierten Betrag. Eine Umstellung der Applikation im Sozialamt hatte auch Anpassungen an der Fibu-Schnittstelle zur Folge, wodurch im vergangenen Jahr einmalig Bundesbeiträge für fünf Quartale berücksichtigt sind. Bei den Steuern in den Bereichen der juristischen Personen und Grundstücke (Grundsteuern, Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern) konnten höhere Erträge erzielt werden als erwartet.
Verzicht auf Steuerfussanpassung
Das Jahresergebnis 2025 stellt eine markante Verbesserung gegenüber der Budgetplanung
dar. Es sei jedoch festzuhalten, schreibt die Gemeinde, dass ein wesentlicher Teil der positiven Abweichung auf einmalige Effekte zurückzuführen ist. Das Budget 2026 und auch der Finanzplan 2027–2029 gehen aktuell weiterhin von einer Entwicklung aus, bei der die Aufwände stärker ansteigen, als sich die Erträge entwickeln. Insbesondere bei den anstehenden Investitionsvorhaben ist der Gemeinderat weiterhin gefordert, Massnahmen zu prüfen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Das Eigenkapital liegt weiterhin bei über 10 Mio. Franken, womit diesbezüglich eine solide finanzielle Basis besteht. Aus diesem Grund schlägt der Gemeinderat vor, in diesem Jahr auf Anpassungen an den Steuern zu verzichten.
Technische Betriebe solide
Die Erfolgsrechnungen der Technischen Betriebe Elektrizitätsversorgung und Wasserversorgung schliessen zwar leicht schlechter ab als budgetiert, stehen aber auf einer finanziell soliden Basis. Insbesondere führen laufende Unterhaltsmassnahmen, wichtige Investitionen und ein strategisches Vorgehen dazu, dass die Infrastrukturen auf einem guten Stand sind.
Die Erfolgsrechnungen der beiden Werke sind auch stark von der Witterung abhängig. Dank PV-Anlagen wird bei mehr Sonnentagen weniger Energie bezogen, was jedoch zu Lasten des EW geht, das zur Finanzierung auf die Netznutzung angewiesen ist. Je nach Regenfall kann die Wasserversorgung mehr oder weniger Wasser aus eigenen Quellen beziehen, was sich auf den Wassereinkauf beim gemeinsamen Wasserwerk Mittelrheintal auswirkt.
Dank gutem Abschluss: Steuerfuss soll in Rebstein nicht weiter steigen