Am Donnerstagabend, 19. März, versammelten sich 111 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger der katholischen Pfarrei Widnau in der Kirche, um sich über die Geschäfte ihrer Kirchgemeinde zu informieren. Die gut besuchte Versammlung unterstrich das anhaltende Interesse am kirchlichen Leben vor Ort.
Präsident Werner Barmettler blickte in seinem Bericht auf eine intensive und zugleich lehrreiche erste Hälfte der laufenden Legislaturperiode zurück. In insgesamt elf Sitzungen habe der Kirchenverwaltungsrat zahlreiche Geschäfte behandelt und wichtige Entscheide getroffen. Dabei sei es gelungen, eine offene, respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit zu pflegen. Ziel bleibe es, optimale Rahmenbedingungen für ein aktives Pfarreileben zu schaffen. Barmettler wies darauf hin, dass die Pfarrei mit über 150 Veranstaltungen jährlich ein lebendiges Angebot für die Bevölkerung biete.
Die Zahl der Mitglieder ist rückläufig
Gleichzeitig sei jedoch ein Rückgang der Katholikinnen und Katholiken zu verzeichnen: Allein letztes Jahr habe die Zahl um 83 auf 4165 Personen abgenommen. Diese Entwicklung wirke sich auch auf die Steuereinnahmen aus. Demgegenüber stehe ein wachsender Bedarf an sozialen Angeboten, was die Kirchgemeinde vor zusätzliche Herausforderungen stelle.
Dennoch präsentierte Kassierin Marlen Sieber erfreuliche Zahlen. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 130 000 Franken ab. Für das Budget 2026 rechnet sie hingegen mit einem Defizit von etwa 100 000 Franken. Hauptgrund dafür sind geplante Investitionen in das Projekt «Büchel», das die Kirchgemeinde in den kommenden Jahren stark beschäftigen wird.
Architekturwettbewerb «Projekt Büchel»
Im Zentrum der Versammlung stand denn auch dieses Bauvorhaben. Werner Barmettler erläuterte die geplante Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Widnau sowie die nächsten Schritte. Für die Vorbereitung und Durchführung eines Architekturwettbewerbs beantragte der Kirchenverwaltungsrat einen Projektierungskredit von 200 000 Franken für die Jahre 2026 und 2027. Die Kirchbürgerschaft folgte dem Antrag und genehmigte den Kredit deutlich.
Auch die Jahresrechnung sowie das Budget und der Steuerplan 2026 wurden angenommen. Die Versammlung verlief insgesamt speditiv und zeigte ein grosses Vertrauen in die Arbeit der Verantwortlichen.
Zum Abschluss informierte Barmettler über die kommenden Anlässe und Termine. Ruth Gschwend machte zudem auf den Anlass «Was gibt dem Leben Sein – am Ende zählt das Leben» aufmerksam, zu dem die Pfarrei gemeinsam mit dem Bauorden am 28. April einlädt.
Das Projekt «Büchel» nimmt an Versanmmlung eine weitere Hürde