Fussball vor 4 Stunden

Das Resultat entspricht nicht ganz dem Spielverlauf

Der FC Au-Berneck weiss wohl selber nicht, wie er am Sonntag bei Montlingen zu einem Punkt gekommen ist. Die Gastgeber haben das aber sich selber zuzuschreiben: Beim 2:2 vergaben sie eine unglaubliche Anzahl Chancen.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 3 Stunden

«Gopf, hömmör Brööte», sagte Montlingen-Präsident Dominik Sieber kurz vor der Pause, als die Heimelf mal wieder eine wirklich gute Chance vergeben hatte. Wenig später folgte zwar das 2:0, aber selbst dies war als Pausenstand noch zu wenig.

Das Tor war aber schön anzusehen. Luca Schmenger eroberte auf der rechten Seite den Ball, zog in die Mitte und bediente Volkan Akyildiz, der nur noch einschieben musste. Kurz zuvor hatte sich fast die gleiche Szene ereignet, Schmenger hatte Akyildiz bedient, der aber daneben schoss. Nach dieser Situation entfuhr Sieber der eingangs erwähnte Satz.

Montlingen dominiert das Spiel auf allen Ebenen

Das Cluboberhaupt der Oberrheintaler hatte recht. Wie viele gute Chancen Montlingen vergab, war nicht eines Sieges würdig. Los ging dies schon in der Startphase, als Akyildiz einen Freistoss an die Latten hämmerte. Danach reklamierte die Heimelf einen Penalty, den es aber nicht gab. Und nur wenig später folgte die nächste gute Möglichkeit, die wieder nicht zu einem Tor führte.

Und Au-Berneck? Die Gäste näherten sich einmal mit Ahmet Cetinkaya und Mario Zivic dem Tor an, der Schuss des Captains wurde aber geblockt. Das war’s. Und dann schoss Montlingens Dolunay Üçüncu aus wenigen Metern über das Tor. Wenig später war es dann endlich soweit, Florian Haltiner traf per Kopf nach einem Freistoss von Akyildiz sehr sehenswert.

Montlingen powerte weiter, hatte das Spiel komplett im Griff. Und hätte einen Penalty bekommen müssen, als Au-Berneck-Goalie Bejadin Sazimanoski den Kopf von Haltiner traf. Er tat das nicht in böser Absicht, traf aber nur den Kopf des Montlingers.

2:0 zur Pause war zu wenig für den FCM

Dann setzte sich der starke, junge Schmenger über die rechte Seite durch und bediente Akyildiz, der endlich einmal eine der vielen Möglichkeiten nutzte und das 2:0 erzielte. Es schien fast schon die Vorentscheidung zu sein, so harmlos waren die Gäste bis dahin.

Das änderte sich auch nach der Pause nicht, der erste grosse Aufreger war eine Rudelbildung, in deren Folge sich der daran beteiligte Au-Bernecker nicht über eine rote Karte hätte beklagen können. Es ging mit elf gegen elf weiter und die Gäste kamen so langsam ein wenig auf, trauten sich auch einmal, die gegnerische Platzhälfte zu betreten. Bei den Montlingern war indes die Suche nach dem 3:0 im Gang – wobei auffällig war, wie hitzig die sich daran beteiligten Offensivakteure gegenseitig mit Worten eindeckten. Eine Wohlfühloase sieht anders aus.

Dann verkürzte Au-Berneck. In der 64. Minute traf der eingewechselte Yannick Mannhart per Kopf, nachdem Fabio Staudacher die Situation schon zweimal bereinigt hatte. Eine Minute später war schon wieder Montlingen am Drücker und Akyildiz schoss aus guter Position drüber. Zuvor hatte Au-Berneck Captain Mario Zivic durch Lorik Sopi ausgetauscht und auch sonst viele Wechsel gemacht: Die Gäste hatten fünfmal gewechselt, während die Heimelf noch keinen Wechsel vorgenommen hatte. Die nächste Chance bot sich Nurkan Ibrahimi, kein Tor.

Dann rächte sich der Chancenwucher. Au-Berneck kam in der 89. Minute zu einem Penalty. Staudacher parierte den arrogant getretenen Versuch, hatte sich aber zu früh von der Linie entfernt. Danach hielt Montlingens Goalie gegen Dervisevic erneut – im Nachschuss ging der Ball dann allerdings rein. Beim 2:2 blieb es dann auch, obwohl Montlingen alles versuchte. Die beste Chance auf das 3:2 hatten sogar die Gäste, doch Sopis Abschluss war etwas zu harmlos.

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