Um halb sieben trudelten die letzten Zuhörenden in die Kirche ein. Der Kirchenraum war trotz der hohen Temperaturen gut gefüllt. Dort begrüsste der Chorleitende Jean-François Morin das Publikum. «Gleichmässige Takte verdrängen Stress und lösen Glücksgefühle aus», sagte der Dirigent, bevor er das erste Lied des Abends ankündigte: Beethovens ‹Ode an die Freude›.
Ein Ausflug in die Welt der Oper
Im Anschluss stimmte der Chor Novum drei weitere klassische Lieder an, unter anderem «Nessun dorma» von Giacomo Puccini, ein italienisches Stück aus der Oper «Turandot». Der Mix aus dem kraftvoll dargebotenen Stück und den Klaviertönen versprühte Energie in der Kirche und verzauberte die Zuhörenden. Jola Stawarz begleitete den Gesang mit viel Feingefühl auf dem Klavier.
Ob Popmusik-Fan oder doch Liebhaber von Schweizer Heimatliedern: Es war auch im weiteren Programm für alle etwas dabei. Der Chor Novum führte eine bunte Auswahl verschiedener Lieder vor, von mazedonischer und bulgarischer Volksmusik über eine Ballade des britischen Popsängers Calum Scott bis hin zu Walter Geigers Liebeslied «La Pastorella».
Nik Wäger leitete durch den Abend und stellte als Nächstes Sonja Rheintaler mit ihrem Ensemble «Variabel» vor. Die Gruppe spielte drei Stücke aus der klassischen Musik und löste grossen Applaus im Publikum aus. Im dritten Abschnitt wurde es erneut bunt mit dem Chor Novum. Den Anfang des Liederblocks bildete der Evergreen von Udo Jürgens «Mit 66 Jahren», um dem Publikum vorzuführen, dass das Leben mit 66 Jahren erst seinen Höhepunkt erreicht. «Mit 66 Jahren, da kommt man erst in Schuss! Mit 66 ist noch lange nicht Schluss.»
Ein Mix aus Pop- und Filmmusik
Es folgte ein Folk-Rock-Song von Van Morrison und das Schweizer Heimatlied «Hie bini deheim». Der letzte Teil führte die Zuhörenden durch einen Mix aus Pop und Musik aus dem Film «The Prince of Egypt».
Anschliessend gab es noch eine Danksagung an alle Teilnehmenden, bevor der Chor Novum das Programm mit Udo Jürgens’ «Ich war noch niemals in New York» stimmig abschloss.
Der tosende Beifall zum Schluss kam nicht von ungefähr. Den Sängerinnen und Sängern und den Musizierenden war es gelungen, das Publikum trotz der Hitze mit Energie und einer sehr vielfältigen Musikauswahl in seinen Bann zu ziehen.
Der Chor Novum sang sich an seinem Jahreskonzert durch viele Welten