Im letzten Sommer stieg der FC Rotmonten auf überzeugende Weise von der 4. in die 3. Liga auf. Dort spielte er zunächst so, wie es von einem Aufsteiger zu erwarten ist: nicht zu konstant, stets in der Nähe des Abstiegsstrichs. Doch dies gilt heute nicht mehr. Rotmonten hat die letzten vier Spiele gewonnen (3:1 gegen Labinoti und Appenzell, 1:0 in Teufen und 2:1 gegen Widnau II) und sich in der Tabelle bis auf den dritten Rang vorgearbeitet. Die St.Galler stellen ein starkes und eingeschworenes Kollektiv, das vor diesen vier Siegen auch Brühl II mit 2:2 einen Punkt abknöpfte.
Gegen ebenjenes Brühl II kämpft der FC Rebstein um den Aufstieg in die 2. Liga. Am letzten Sonntag kam es auf der Birkenau zum Direktduell der beiden Spitzenteams. Die St.Galler entschieden es dank eines späten Tores auf dramatische Art und Weise mit 3:2 für sich. In der 95. Minute gelang den Gästen das siegbringende Tor, nachdem Rebstein selbst erst in der Nachspielzeit ausgeglichen hatte. Brühl II verkürzte damit den Rückstand auf den Leader auf zwei Punkte. Auch deshalb ist die Aufgabe, die am Donnerstag um 20.15 Uhr auf dem St.Galler Gründenmoos auf den FCR wartet, nicht einfach.
Mitte November war Rebstein schon einmal in dieser Saison bei Rotmonten zu Gast, es war der Viertelfinal des OFV-Cups 3.-5. Liga. Die Heeb-Elf gewann das Spiel 3:2 – gleich dramatisch wie Brühl II am Sonntag im Rheintal. Rotmontens herausragender Mann, der Futsal-Nationalspieler Laurin Arpagaus, traf in der 90. Minute zum 2:2, ehe Björn Ergens fünf Minuten später das Spiel doch noch vor dem Penaltyschiessen für die Gäste entschied. Weniger spannend war das Duell in der Meisterschaft, das kurz zuvor in Rebstein stattfand: Der FCR dominierte von A bis Z und gewann verdient mit 4:0.
Dass es diesmal wieder so einfach wird, darf aber nicht erwartet werden – eher ein Spiel, das dem Cup-Viertelfinal ähnelt.
Der FC Rebstein will sich in St.Gallen rehabilitieren